Jojos Reisefazit: Japan – Mit dem Camper durch das Land der aufgehenden Sonne

Fast 6 Monate sind seit unserer Reise durch Japan vergangen und langsam wird es Zeit, dass ich ein Fazit unseres Roadtrips ziehe.
Die ersten Tage und sogar Wochen nach unserer Rückkehr hatte ich ziemlich gemischte Gefühle: Japan hat mich unglaublich fasziniert, aber auch irritiert.

Ich wusste nicht wirklich, was ich von Japan und der japanischen Kultur halten soll. Da war einerseits viel Bekanntes und westlicher Standard, auf der anderen Seite die fernöstliche Kultur mit den Tempeln und Schreinen, stillen Parks und Gärten, der Tee-Zeremonie und exotischem Essen. Nicht zu vergessen die spektakulären Landschaften, die einen starken Kontrast zum Trubel der Großstädte bilden.
 
 

Warum überhaupt Japan?

Japan stand nie auf unser Bucket List und ganz ehrlich? Besonders interessiert hat mich das Land auch nicht.
Japan war für mich immer ein Inselreich im Pazifik, wo ständig die Erde wackelt, es vulkanisch ziemlich heftig her geht, die Atomkraftwerke strahlen und es neben Hightech-Toiletten auch viele schräge Regeln, Vorschriften und Verbote gibt.
Und sonst? Die meisten Japaner sind arbeitssüchtig, urlaubsfeindlich, haben O-Beine und werden mit einer Videokamera in der Hand geboren. 😀
Japan übte so keinerlei Reiz auf mich aus. Zu anders, zu fremd die Kultur, zu viele Vorbehalte und Vorurteile. Dachte ich.
 
 

Und warum hat es uns dann nach Japan verschlagen?

Alles fing in etwa so an:

Wir schreiben das Jahr 2015, ein Tag im Oktober. Ich komme aus der Schule und schon beim Aufschließen der Haustür höre ich Mama aus ihrem Arbeitszimmer rufen: „Johanna komm schnell, ich muss dir etwas zeigen!“
Ich, völlig ahnungslos, was mich erwartet, werfe meine Sachen in die Ecke und spaziere Richtung Mama.
„Johanna, ich habe unser Reiseziel für nächstes Jahr entdeckt. Ich hab gerade einen sehr spannenden Bericht über Japan gelesen. Eine Familie hat Japan mit einem Camper bereist. Japan muss toll sein! Was hältst du von Japan? Wär doch mal etwas ganz anderes!“
Ich bin ziemlich überrascht: „Japan? Das ist nicht dein Ernst!“
Mama daqgegen ist total begeistert und es sprudelt nur so aus ihr heraus: „Natürlich! Hier lies doch mal!“
Ich arbeite mich durch verschiedene Japan-Berichte.
Noch immer bin ich ein wenig skeptisch, das Land reizt mich so gar nicht. ABER: Die Idee mit dem Camper finde ich geil. Wir haben schon mehrfach überlegt, einen Camper zu mieten. Bisher hat sich Mama immer dagegen entschieden.
So eine Gelegenheit kommt bestimmt so schnell nicht wieder. „Ich bin dabei! Lass uns nach Japan reisen.“

Eine Woche später schreibt mir Mama eine SMS: “Japan Flüge und Camper sind gebucht!“
 
 

4 Wochen im Land der aufgehenden Sonne

Im Juli 2016 war es dann soweit. 4 Wochen haben wir Japan mit einem Camper bereist.
Und schon einmal vorweg: Die japanische Realität war von meinen Vorurteilen gar nicht so weit entfernt.😃
 

Japan – das ist für mich:

  • Ein Land, in dem so gut wie kein englisch gesprochen wird. Einen englisch sprechenden Japaner zu finden, ist genau so selten wie ein 6er im Lotto.
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  • Berge und Reisfelder
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  • Das Land der „Umumverpackungen“
    Egal was du kaufst, alles ist in Plastik verpackt. Da wird zum Beispiel jedes noch so kleine Schokoladenplätzchen einzeln in einer Hülle verpackt. Die Hülle enthält dann jedoch nicht nur das Plätzchen, sondern auch ein Tütchen mit Feuchtigkeitsentzugspulver. Das kostbare Plätzchen muss ja vor dem Durchweichen geschützt werden. Im Karton hat jedes dieser kleinen Kekspäckchen sein eigenes, großzügig bemessenes Fach. Dicke Plastikschieber wahren die Distanz zum Nachbarn. Der gesamte Kekskarton ist mit einer Klarsichtfolie eingewickelt und wird als äußerste Schicht von einer glänzenden Aluminiumverpackung umhüllt. An der Kasse wird die Kekspackung dann natürlich in eine eigene kleine Plastiktüte gesteckt. 😃
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  • Reis! Reis ist das Hauptnahrungsmittel und gehört zu jeder Mahlzeit dazu, auch zum Frühstück.
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  • Mitarashi Dango, die leckeren Klößchen aus Reismehl, die mit einem Sirup aus Sojasoße, Zucker und Stärke serviert werden und süchtig machen. 😀
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  • Singende Straßen
    Auf diesen Straßen hörst du eine Melodie im Auto, wenn du mit der richtigen Geschwindigkeit darüber fährst.
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  • Sauer eingelegtes Gemüse und Fisch zum Frühstück – sehr gewöhnungsbedürftig!
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  • Überhaupt Fisch! Egal ob roh, gebraten, getrocknet, eingelegt oder frittiert, Japan ist ein Archipel und Fisch und Meeresfrüchte spielen eine wichtige Rolle in der Ernährung. Für jemanden, der Fisch nicht besonders mag, so wie ich, eine kulinarische Herausforderung.
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  • Freundliche und hilfsbereite Menschen. Auch wenn dich keiner versteht, die Freundlichkeit der Japaner war beeindruckend.
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  • Ein Paradies für KitKat-Liebhaber
    Wusstest du, dass es mehr als 9 verschiedene Sorten KitKat gibt?
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  • Holz Flipflops mit Socken
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  • Ein Schuhsystem, dass komplizierter als so manche mathematische Formel ist.
    Vorm Betreten eines Hauses Straßenschuhe ausziehen und in die bereitstehenden Pantoffeln schlüpfen. Mit Reisstrohmatten ausgelegte Zimmer aber immer nur mit Strümpfen betreten. Vor den Toiletten die Pantoffeln ausziehen und in die extra bereit gestellten Toilettenschuhe schlüpfen. Nach dem Verlassen der Toilette wieder in die Hausschuhe wechseln.
    Hört sich kompliziert an? Ist es auch! Und wehe, du vergisst nach dem Toilettengang die Schuhe zu tauschen – nach einem streifenden Blick auf deine Füße werden in Sekundenbruchteilen alle Gespräche eingestellt und die Atmosphäre im Raum gefriert.
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    Und sonst?

  • Japan ist das wohl sauberste Land, was ich je gesehen habe. Ein Zigarettenstummel oder ein Papierschnipsel auf der Straße? Da suchst du wohl lieber die Nadel im Heuhaufen.
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  • Raucher haben immer und überall einen „mobilen Aschenbecher“ dabei. Wenn kein Raucher-Spot in der Nähe, wird dieser ausgepackt. Es könnte ja eine Krume Asche die Erde berühren.
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  • In 9 von 10 Kinderwagen sitzen Hunde statt Babys (Babys trägt man hier meistens im Tuch vor dem Bauch oder Rücken).
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  • Wenn es stinkt, heißt es nicht, dass sich dein Nachbar daneben benommen hat. Es kann auch einfach eine heiße Quelle in der Nähe sein. 😀
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  • Schal war gestern – der moderne Japaner trägt ein feuchtes Handtuch um den Hals.
    Überhaupt haben Japaner fast immer ein Handtuch dabei! Die Japanerinnen in der Handtasche, die Herren meist um den Hals. Damit wird der Schweiß abgewischt.
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  • Schlafanzug ist nicht gleich Schlafanzug! Was ein wenig an einen Schlafanzug erinnert, ist in Wirklichkeit ein Yukata. Der Yukata ist ein traditionelles japanisches Kleidungsstück aus Baumwolle und dient vor allem als unkomplizierte, leichtere und alltäglichere Variante der Kimonos. Ein Yukata wird bevorzugt nach dem Baden im Onsen getragen. Häufig wird er aber auch tatsächlich als Schlafanzug benutzt.
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  • Essen am Imbisstresen bestellen? Fehlanzeige! Wenn du in Japan unterwegs und auf der Suche nach einer guten Mahlzeit für Zwischendurch bist, musst du in den meisten Fällen deine Bestellung am Automaten aufgeben.
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  • Auch bei 35 Grad Außentemperatur kann man sich an beheizte Klobrillen gewöhnen.
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  • Nach spätestens 2 Tagen hat auch der Letzte die Bedienungsanleitung der Toiletten verstanden.
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  • Autofahren macht in Japan nicht wirklich Spaß. Auf jeden Fall nicht, wenn du größere Strecken zu bewältigen hast. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt auf Landstraßen 50 km/h und daran sollte man sich auch zwingend halten. Alternativ kannst du auf Autobahnen ausweichen. Da darfst du dann immerhin 80km/h fahren, solltest aber vorher deinen Sparstrumpf plündern. Pro Kilometer bist du hier mit ca. 40 Cent dabei!
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  • Autobahnen auf Stelzen? In mehreren Etagen? Autobahnausfahrten, die verzweigter sind als die Äste eines Baumes? In Japan ganz normal!
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    Meine Highlights aus 4 Wochen Japan – Top 3

    Rafting auf dem Yoshino-gawa

    Die kleinste der vier Hauptinseln Japans, die Insel Shikoku, hat mich besonders begeistert. Mit den spektakulären Landschaften, den wilden Flüssen und den Bergen ist Shikoku ein Outdoor-Paradies und eine willkommene Abwechslung zum „Festland“.
    Ein ganz besonderer Ort ist dabei das Iya-Tal. Hier hat der Yoshiwa-gawa eine tiefe Schlucht in die dichten Bergwälder rund um den Tsurugi-san gegraben und es wird erstklassiges Wildwasserrafting angeboten.
    Unsere Tour dauerte ca. 4 Stunden und es ging durch zahlreiche Stromschnellen, manchmal rückwärts, manchmal vorwärts, mal hochkant, mit und ohne Boot. Wir haben gelernt, was Rafting mit Surfen zu tun hat oder mit Rodeo-Reiten. Surfen ist nichts anderes, als auf der Stromschnelle zu tanzen. Beim Rodeo-Reiten wird es etwas heftiger. Du steuerst dein Boot gegen die Stromschnelle und versuchst auf dieser zu reiten. 90 Prozent aller Boote werden schon nach wenigen Sekunden von den rauschenden Wassermassen umgeworfen. Auch unser Boot, aber trotzdem war es eine coole Aktion.
    Danke an Rocky unseren Guide! Das war wirklich ein unvergessliches Erlebnis!
     
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    Wanderung auf den Mt. Fuji

    „Wer den Fuji einmal besteigt, ist weise, wer ihn zweimal besteigt, ist ein Narr“

    Schon vor Reiseantritt war klar, dass Japans höchster Berg ein „Muss“ für uns ist. Mit seinen 3.776 Metern ist der Fuji nicht nur der höchste Berg Japans, sondern auch der berühmteste. Kein Bild steht wohl so sehr für Japan wie der schneebedeckte Kegel des Heiligen Berges.
    Der Weg zum Gipfel war nicht einfach und noch Tage später habe ich jeden einzelnen Muskel in meinen Beinen gespürt. Wahrscheinlich waren es sogar einige der anstrengendsten Stunden meines Lebens, denn ich bin echt an meine Grenzen gekommen. Gegen Übelkeit und Höhenkrankheit kämpfend, war ich kurz davor aufzugeben. Aber alle Mühen haben sich gelohnt – ich habe den „Heiligen Berg“ bezwungen. Das Gefühl des Triumpfes nach 6,5 Stunden auf dem Gipfel zu stehen und in den Krater des derzeit schlafenden Vulkans zu blicken, kann mir keiner nehmen.
     
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    Whale watching

    Auch wenn wir auf unserer Walbeobachtungstour keinen einzigen Wal gesehen haben, gehört dieser Ausflug zu meinen Highlights.
    Vom Ashizuri-Kap, dem südlichsten Zipfel der Insel Shikoku, ging es mit einem kleinen Fischkutter hinaus aufs Meer –Wale suchen war angesagt! Fast 4 Stunden waren wir unterwegs, leider ohne Erfolg. Zwar wurden einige Wale in der Nähe gesichtet, uns wollten sie sich nicht zeigen.
    Trotzdem war es ein toller Tag auf dem Meer und hat viel Spaß gemacht.

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    Was mir sonst noch besonders gut gefallen hat:

  • Die Megacity Tokio
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  • Das „Cup Noodles Museum“ in Yokohama
    Hier erfährst du nicht nur alles über die Geschichte der berühmten Instantnudel, du kannst auch deine eigenen Nudeln kreieren.
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  • Die Wanderung zum Nishi Hotaka-dake
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  • Die 97 Meter hohen tosenden Kegon Wasserfälle in Nikko
    Mit einem Fahrstuhl geht’s hinab zu einer Plattform und hier kannst du die gewaltige Wucht des hinabstürzenden Wasser hautnah erleben.
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  • Die Fahrt auf dem Strand-Highway
  • Auf der Noto-Halbinsel gibt es einen ca. 8 Kilometer langen Highway, die Chirihama Nagisa Straße, die auf einem Sandstrand verläuft. Sie ist die einzige Straße dieser Art in Japan und überhaupt eine der wenigen befahrbaren Strandstraßen weltweit. Natürlich durfte ich auch einmal ans Steuer. 😀
     
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  • Unsere Wanderung auf der „alten Handelsstraße“ von Tsumago nach Magome
  • Der etwas unheimliche Weg führt bergauf durch dichten, dunklen Wald. Am Wegrand finden wir immer wieder Bärenklingeln. Was sich vielleicht lustig anhört, macht aber durchaus Sinn. Jedes Jahr sterben in Japan Menschen durch Bärenangriffe. Für uns ein Grund, die Klingeln laut und lang zu läuten.
     
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  • Baden im Onsen
  • Du warst nicht in Japan, wenn du nicht wenigstens einmal einen Onsen besucht hast. Onsen ist eine Art Volksreligion in Japan.
     
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  • Die Übernachtung bei den Mönchen in einem buddhistischen Kloster
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  • Die Übernachtung in einem Ryokan
    Auch wenn wir mit einem Camper unterwegs waren, die Übernachtung in einem Ryokan, einem traditionellen japanischen Gasthaus, haben wir uns nicht entgehen lassen. Im Bademantel durchs Haus spazieren, auf einem Futon auf dem Boden schlafen, eine heiße Quelle mit Blick auf einen wunderschönen Garten, außer zum Essen keinen Finger rühren?
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  • Kinosaki Onsen
  • Die kleine, idyllische Stadt liegt im Norden der Insel Kansai, dem Herz Japans. Hier kannst du ganz entspannt und natürlich standesgemäß, im Yukata, von Onsen zu Onsen bummeln. Kinosaki ist ein fantastischer Ort, um die japanische Badekultur besser kennenzulernen.
     
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  • Die Tempel und Schreine von Nikko
  • Für mich war die Anlage rund den Tōshō-gū die schönste und beeindruckendste Tempelanlage in Japan, was vielleicht auch daran liegt, das es die erste Anlage war, die wir uns angeschaut haben.
     
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    Weniger gefallen haben mir:

  • Die Schreine von Ise
  • Hast du eine Schreinanlage gesehen, hast du alle gesehen! Das ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber spätestens nach der zehnten Anlage habe ich die Lust verloren. Und irgendwie ähnelt ein Tempel doch dem anderen.
     

  • Die Dächer von Shirakawa-gō
  • Ähnlich wie mit den Schreinen verhält es sich mit all den kleinen Dörfchen im „Gasshō-zukuri-Stil“, den A-förmigen Häusern mit bis zu 60 Grad steilen Strohdächern, die zum Gebet gefalteten Händen ähneln. Zwar sind die rustikalen Häuschen hübsch anzusehen. Aber: Hast du ein Dorf gesehen, hast du alle gesehen.
     
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  • Amanohashidate, die sogenannte Himmelsbrücke
  • Angeblich zählt Amanohashidate zu den drei schönsten Landschaften Japans. Ich frage mich heute noch warum. Für mich die größte Enttäuschung der Reise. Von wegen kopfüber in den Himmel schauen! Auch mit viel Fantasie blieb mir „die Brücke in den Himmel“ verwehrt.
     
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    Mein Fazit:

    Japan ist ein spannendes Land, ein exotisches Land, aber auch ein anstrengendes Land.
    Japan war eine sehr interessante Erfahrung. Vor allem landschaftlich hat es mir sehr gut gefallen, immerhin sind 80 Prozent des Landes Berge!
    Dazu der Mix aus Tradition und Moderne, die Höflichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen, die wuseligen Mega-Städte. Absolut fasziniert war ich von der Sauberkeit des Landes, egal ob Bahnhöfe, Parkanlagen, Straßen oder (!!!) öffentliche Toiletten. Letztere sind wirklich ein Kapitel für sich.
    Weniger begeistert war ich jedoch vom japanischen Essen, den vielen Regeln und Vorschriften.
    Ich konnte so vielfältige Eindrücke sammeln, wie sie unterschiedlicher kaum sein können.

    Allerdings werde ich wohl kein zweites Mal nach Japan kommen und wenn doch, dann auf gar keinen Fall im Sommer. Wenn du die Wahl hast, dann meide Juli und August! Zu dieser Zeit ist es einfach viel zu heiß! Man schwitzt, ohne sich zu bewegen! Selbst in den Nächten sind die Temperaturen selten unter 28 Grad gefallen.
    Ich mag gern Action, Abenteuer und Aktivitäten. Aber bei 35 Grad im Schatten und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit möchte man am liebsten nicht aus dem klimatisierten Auto steigen.

    Was mich jedoch total begeistert und überzeugt hat, war das Reisen im Camper. Davon möchte ich unbedingt MEHR!
     
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    Konnte ich dich ein wenig neugierig auf Japan machen oder schreckt dich mein Bericht eher ab?
    Warst du vielleicht schon einmal in Japan? Ich freu mich auf deine Kommentare!
     
     

    geschrieben von
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    11 Kommentare

    • Na dann auf nach Neuseeland, liebe Jojo! Da findest du auf unserem Blog auch so einige Reiseberichte – und es ist auch nicht so warm, versprochen! 😉

      LG, Jenny

    • Hallo liebe Johanna,

      Super spannend und sehr schön erzählt, dein Eindruck von Japan. Habe das als Japanbloggerin natürlich sehr interessierr gelesen. Rafting in Shimokitazawa möchte ich auch so gerne mal machen. Shikoku steht bei mir ganz oben auf der Liste.

      Lieben Dank für den eindrucksvollen und umfangreichen Einblick in deine Ansichten.
      Ich hab mich auch nie sonderlich für Japan interessiert und Tokyo hat mich beim ersten Besuch einfach nur überfordert. Und jetzt ist es zu meinem Lebensinhalt geworden… So kann es manchmal gehen 😉

      Liebe Grüße
      Daniela

      • Liebe Daniela,
        Danke! Über ein Lob von der „Fachfrau“ freue ich mich natürlich ganz besonders. In 4 Wochen hatten wir ja nur wenig Gelegenheit Land und Leute richtig kennenzulernen.
        Ich fand es besonders schade, dass wir uns kaum unterhalten konnten. Wenn wir am Abend unseren Camper irgendwo abgestellt haben, schlichen immer wieder Leute um uns herum. Oft wurden Fotos von uns und dem Camper gemacht. Alle waren neugierig und hätten gern mehr erfahren. Aber mehr, als das wir aus Deutschland kommen, konnten wir nicht erzählen. Das hat aber gereicht um uns, auf deutsch (!!!), einen „Guten Tag“ zu wünschen und meist haben wir auch noch etwas geschenkt bekommen. Mal Tomaten, mal Gurken, mal Kekse, mal ein Eis – die Japaner sind so unglaublich nett.
        Liebe Grüße
        Johanna

    • Hallo Johanna!
      Vielen Dank für diesen Bericht.
      Ich überlege gerade, ob ich nächstes Jahr nach Japan fliege und deine Ausführungen und Bilder lassen die Waagschale grade stark in Richtung „Ja“ ausschlagen 🙂

      LG Kerstin

      • Hallo Kerstin,
        das freut mich natürlich sehr, wenn ich dir mit meinem Bericht Lust auf Japan machen konnte.
        Dann müssen wir wohl noch einige Beiträge verfassen, damit die Waagschale eindeutig in diese Richtung geht. 🙂
        Liebe Grüße
        Johanna

      • Da wir uns gern abseits der großen Touristenströme bewegen, war der Camper genau richtig. So konnten wir auch Gegenden besuchen, die mit dem Zug schwierig oder gar nicht zu erreichen sind.
        Liebe Grüße
        Jojo

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