Ho Chi Minh City alias Saigon – 24 Dinge, die du nicht verpassen solltest

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Saigon ist laut, heiß und ein wenig verrückt.

In dieser Stadt brodelt es, überall herrscht hektische Betriebsamkeit. Die Straßen, auf denen sich ein großer Teil des Lebens abspielt, sind ein Wirrwarr aus Geschäften, Ständen, Verkaufswagen und auf Bürgersteigen ausgebreiteten Waren.

Nagelneue gläserne Wolkenkratzer stehen neben alten typisch vietnamesischen Häusern, die so schmal sind, dass in der Breite gerade einmal ein Sofa hineinpasst.

Geschäftstüchtige Vietnamesen tragen gewaltige Lasten in Körben an einfachen Schulterstangen, vollbeladene Mopeds knattern lautstark durch die Straßen, hungrige Fußgänger hocken auf Schemeln am Straßenrand und stopfen sich mit Pho, der traditionellen Nudelsuppe, voll.

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Dong Khoi
 
Keine Frage, nicht die ferne Hauptstadt Hanoi sondern Saigon ist das pulsierende Herz und die Seele Vietnams.

Anders als Bangkok hat uns Saigon vom ersten Moment an begeistert und positiv überrascht.
Erwartet haben wir das totale Chaos, unfreundliche Menschen und Abzocke an jeder Ecke.
Negative Berichte zu Saigon gibt es im Netz genügend und wir waren erstaunt, dies ganz anders zu erleben.

OK, chaotisch ist der Straßenverkehr und der Sound der Stadt ist eindeutig das Knattern und Brummen der Mopeds und Motorräder. Auf 8 Millionen Einwohner kommen knapp 6 Millionen registrierte Mopeds (plus die nicht registrierten). Entsprechend laut ist es. Eine Straße zu überqueren kommt einer Mutprobe gleich.

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Aber Saigon – oder „Ho Chi Minh City“, wie die korrekte Bezeichnung seit der Wiedervereinigung lautet – ist eine wundervolle und spannende Stadt, die eine Menge zu bieten hat.

Wir haben 4 Tage in Saigon verbracht und hier kommen unsere Tipps zu Sehenswürdigkeiten, interessanten Orten und Dingen, die Spaß machen und die du unbedingt ausprobieren solltest.
 
 

Saigon Sehenswürdigkeiten und Highlights

Die Sehenswürdigkeiten in Saigon sind relativ einfach zu erkunden. Beinahe alle Orte befinden sich im Herzen der Stadt, dem Distrikt 1, und können bequem (mit gutem Schuhwerk und ein wenig Kondition) innerhalb von 1-2 Tagen zu Fuß abgeklappert werden.
 

Pham Ngu Lao Street / Bui Vien Street

Zwischen den beiden parallel verlaufenden Straßen befindet sich das Touristen- und Backpacker-Viertel der Stadt.
Die Gegend ähnelt wohl am ehesten der Khao San Road in Bangkok, wobei es in Saigon (noch) nicht so wild und ausgelassen zugeht.
Die gewitzten Vietnamesen haben dafür eine entsprechende Infrastruktur geschaffen. In den Straßen und Gassen gibt es alles, was das Touristenherz höher schlagen lässt. Dutzende von Straßensnack-Betreibern buhlen neben Restaurants und Garküchen um hungrige Kunden, Bars, Clubs und Kneipen locken mit Sonderangeboten und Massage Salons bieten ihre Dienste feil. Dazwischen reihen sich Souvenir- und Textilgeschäfte und rund um die Uhr geöffnete Kioske aneinander.
Nach Einbruch der Dunkelheit blüht das Viertel so richtig auf.

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Dong Khoi und Nguyen Hue

Die Dong Khoi gehört zu den schönsten Flaniermeilen in Saigon. Dies war nicht immer so. In der Vergangenheit machte sich die Dong Khoi durch schmuddelige Rotlicht-Etablissements einen Namen. Zu Kriegszeiten siedelten sich hier zahlreiche Bars und Bordelle an, um die US-amerikanischen Soldaten bei Laune zu halten.
Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Die Straße ist gesäumt von Boutiquen und einer, für ein sozialistisches Land, erstaunlich hohen Dichte an Designerläden, kleinen Bars und Cafés und erstreckt sich vom Ufer des Sai Gon Flusses bis zur wunderschönen Kathedrale Notre Dame, einem Relikt der Franzosen. Überhaupt wandelt man auf der Dong Khoi auf den Spuren der Kolonialzeit.
 
Parallel zur Dong Khoi verläuft Nguyen Hue, die „Champs Elysées des Ostens“, an deren Ende sich, vor der Kulisse des ehemaligen Rathauses, der Übervater der Nation „Onkel Ho“ auf einem marmornen Sockel erhebt.

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Das ehemalige Rathaus (Hotel de Ville)

Eines der schönsten Gebäude in Saigon ist das alte Rathaus, das als „Hotel de Ville“ unter französischer Herrschaft erbaut wurde.
Leider kann das Gebäude nur von außen besichtigt werden, da es immer noch als Verwaltungsgebäude genutzt wird. Heute befindet sich hier der Sitz des Volkskomitees und nur Staatsdiener haben Zutritt.

Tipp: Nach Einbruch der Dunkelheit wird das Gebäude wunderschön beleuchtet und ist eine beeindruckende Fotokulisse.

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Opernhaus (Nha Hat Lon)

Dieses wunderschöne Gebäude mit seiner leuchtend weißen Fassade und den geschwungenen Linien lässt dich für einen Augenblick vergessen, dass du in Saigon und nicht in Paris bist.
Ganz gleich, ob du dich für Kultur interessierst oder einfach ein Faible für schöne Architektur hast – das Opernhaus solltest du auf keinen Fall verpassen. Das Dach und alle verzierenden Elemente wurden von Paris eingeflogen und sämtliche Ausschmückungen und Einrichtungsgegenstände wurden von einem französischen Künstler entworfen.
Das Innere kann leider nur im Rahmen von Veranstaltungen besichtigt werden. Neben Klassikkonzerten, Ballett- und Opernaufführungen finden auch traditionelle vietnamesische Shows statt.
Wir haben Karten für eine solche Show reserviert und können dies unbedingt empfehlen. Gesehen haben wir eine bunte Mischung aus Tanz- und Musikshow mit ausgefallener Akrobatik an Bambusstangen und Korbelementen.
Die Preise für die Shows starten ab 500.000 VND. Du kannst sie entweder direkt vor Ort kaufen oder vorab online im Internet buchen.

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Kathedrale Notre Dame

Auch die zwischen 1877 und 1883 im neoromanischen Stil erbaute Kathedrale Notre Dame ist ein Vermächtnis der französischen Kolonialherren.
1962 wurde die Kathedrale vom Papst offiziell zu einer Basilika ernannt und trägt seitdem den Namen „Saigon Notre-Dame Cathedral Basilica“.

Wir konnten die Kirche leider nicht betreten, da sie wegen Baumaßnahmen (Stand August 2017) geschlossen war. Ansonsten kann sie außerhalb der Gottesdienste besichtigt werden, du musst jedoch auf die Öffnungszeiten achten.
Für Besucher werden sonntags auch Messen in englischer Sprache abgehalten.

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Auf dem Platz vor der Kirche erhebt sich die Statue der Jungfrau Maria, welche vor einigen Jahren für ziemliches Aufsehen sorgte. Der steinernen Dame sollen Tränen über Wangen gekullert sein. Tausende Menschen wollten sich dies nicht entgehen lassen und der Verkehr rund um die Kirche brach für mehrere Tage zusammen.

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Hauptpost (Buu Dien Trung Tam)

Schräg gegenüber der Notre Dame Kathedrale befindet sich ein weiteres berühmtes Gebäude – die Hauptpost von Saigon. Natürlich ist auch dieses Gebäude (wen wundert es) im französischen Kolonialstil gehalten.
Das Design stammt übrigens von Gustave Eiffel, der auch den Eiffelturm in Paris entworfen hat.
Das Postamt ist immer noch aktiv, wobei die Hauptaufgabe wohl darin liegt, Postkarten der Touristen vor Ort in alle Welt zu senden.
Das große Abbild vom Revolutionsführer Ho Chi Minh im Inneren des sehenswerten Gebäudes gehört sicher auch zu den meistfotografierten Motiven in Saigon.

Die Hauptpost ist täglich von 7.00 – 19.00 Uhr geöffnet.

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Ben Thanh Markt (Cho Ben Thanh)

Der Ben Thanh Markt mit seinem berühmten Uhrenturm ist eines der Wahrzeichen von Saigon und erinnert ein wenig an einen arabischen Basar.
Täglich kommen tausende Besucher auf den Markt. In den engen Gassen kannst du fast alles kaufen, was das Herz begehrt: (gefakte) Markenklamotten, Souvenirs, Schmuck, (gefälschte) Uhren, Kunsthandwerk, Plastikkitsch oder vietnamesischen Kaffee.
Die vietnamesische Hausfrau kauft hier außerdem Lebensmittel aller Art.
Vergiss aber das Handeln bei den Preisen nicht!
Im Inneren finden sich außerdem viele kleine Stände mit vietnamesischen Streetfood-Köstlichkeiten, die du unbedingt probieren solltest.

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Wenn gegen 18.00 Uhr im Ben Thanh Markt die Geschäfte schließen, werden draußen vor der Tür langsam diverse Stände für den allabendlichen Nachtmarkt aufgebaut. Es lohnt sich definitiv auch dort einmal drüber zu schlendern, jedoch nicht vor 20.00 Uhr, da sonst noch nicht alles aufgebaut ist.

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Bitexo Finacial Tower / Saigon Skydeck

Nicht weit entfernt vom Ben Thanh Markt erhebt sich ein moderner Koloss aus Stahl und Glas: der Bitexco Financial Tower. Mit 262,5 Meter überragt er alle anderen Gebäude in Saigon.
Wenn du Aussichtspunkte magst, dann solltest du diesen nicht verpassen.
Vom Skydeck im 49. Stockwerk hast du einen gigantischen 360-Grad-Panoramablick auf Saigon. Einziger Wermutstropfen: Es gibt keine Plattform. So lässt sich Saigon nur durch eine verschmutzte Glasscheibe bewundern und fotografieren.

Das Saigon Skydeck hat täglich von 9.30 – 21.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 200.000 VND pro Person.
Wenn dir der Preis zu hoch ist, kannst du auch ins Café oder die Bar im 51. Stock gehen. Dann sparst du dir den Eintritt, solltest aber etwas bestellen.

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War Remnants Museum (Bao Tang Chung Tich Chien Tranh)

Wenn man heute Vietnam besucht, ist kaum mehr vorstellbar, dass hier bis vor vierzig Jahren eine der blutigsten militärischen Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts überhaupt stattfand. Im Kriegsmuseum werden der Vietnamkrieg und die Brutalität dieses Konfliktes noch einmal lebendig.
Zahlreiche, teils schockierende, Fotos und ausführliche Erklärungen dokumentieren die grausigen Ereignisse.
Auch wenn das Museum keine leichte Kost ist und das finsterste Kapitel der vietnamesischen Geschichte in den Fokus stellt, es ist unbedingt empfehlenswert, will man das Land und seine Menschen wirklich verstehen.

Auf dem Freigelände des Museums kann man außerdem eine umfangreiche Sammlung an militärischen Gerät begutachten: Kampfjets, Panzer, Hubschrauber und schwere Artilleriegeschütze.

Das Museum ist täglich von 7:30 bis 12:00 Uhr und von 13:30 bis 17:00 geöffnet.
Der Eintrittspreis beträgt 15.000 VND.

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Wiedervereinigungspalast (Dinh Thong Nhat)

Bis 1975 regierte in diesem Gebäude die südvietnamesische Militärjunta. Als am 30. April zwei schwere Panzer (einer davon kann auf dem Gelände besichtigt werden) der nordvietnamesischen Armee krachend das schmiedeeiserne Haupttor durchbrachen, war das Ende des Regimes besiegelt.
Von außen wirkt das Gebäude ziemlich unscheinbar, aber die original erhaltenen Räumlichkeiten inklusive einer beeindruckenden Bunkeranlage gehören zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Saigons.

Der Wiedervereinigungspalast hat täglich von 7.30 – 11.00 Uhr und 13.00 – 16.00 Uhr geöffnet.
Der Eintritt beträgt 40.000 VND pro Person.

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Pagode des Jadekaisers (Chua Ngoc Hoang)

Die farbenfrohe Pagode ist einer der wichtigsten Tempel von Saigon. In ihr werden mehrere buddhistische und taoistische Gottheiten verehrt.
Bekannt ist sie besonders für ihre vom Boden bis zur Decke reichenden Holzschnitzereien sowie den Schildkrötenteich im Hof. Den Teichbewohnern verdankt die Pagode auch ihren Beinamen „Schildkrötenpagode“.

Tipp: Wie in vielen Tempeln herrscht auch in der Pagode des Jadekaisers immer ein geschäftiges Treiben. Viele Gläubige und Touristen kommen hierher, sodass der Tempel fast immer voller Menschen ist. Wir empfehlen dir die Pagode früh am Morgen zu besuchen, wenn überwiegend Einheimische und erst wenige Touristen vor Ort sind.

Die Pagode ist täglich von 7.00 – 17.00 Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt. Spenden für die Pagode sind jederzeit willkommen.

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Chinatown (Colon)

So richtig asiatisch wird es in Saigons Chinatown Cholon. Cholon bedeutet „Großer Markt“ und genau das ist es auch. In den verwinkelten und engen Straßenzügen triffst du noch auf Straßenbarbiere und Vogelhändler. Aus den Restaurants und Apotheken strömt ein exotischer und teils verwirrender Duft.
Erst seit 1931 gehört Cholon zu Saigon. Über Jahrhunderte hinweg war es eine eigenständige Stadt, deren Bewohner zu großen Teilen aus China eingewandert sind.
Abseits der ganz großen Sehenswürdigkeiten ist hier alles noch schneller, lauter und wuseliger. Wir hätten stundenlang am Straßenrand stehen und einfach nur dem Verkehr zusehen können.

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Thien Hau Tempel (Mieu Thien Hau)

Der Thien Hau Tempel befindet sich mitten im Häusergewirr von Chinatown. Er gilt als einer der bedeutendsten Tempel Saigons und ist Thien Hau, der Schutzpatronin der Seefahrer, gewidmet. Wer gerade aus China angekommen war, begab sich unverzüglich dorthin, um der Göttin für das sichere Geleit im Südchinesischen Meer zu danken.
Auch wenn der Tempel von außen nicht gerade prunkvoll aussieht, ist er doch eines der Highlights von Saigon.

Im Inneren versprühen Räucherstäbchen und Räucherspiralen an der Decke unablässig ihren Duft. Dabei steht die Duftwirkung nicht im Vordergrund, die rituelle Verbrennung von Räucherstäbchen hat eher symbolischen Charakter. Sie steht für die Vergänglichkeit des Daseins: Die Materie der verglühenden Stäbchen steigt als Rauch auf und wird wieder eins mit dem Universum. Der weiße Rauch deutet dabei auf die Reinheit des Geistes.
Übrigens kannst du auch als Besucher zu den Rauchschwaden beitragen. An einem Tresen kannst du für wenige Tausend Dong Räuchergut erwerben.

Der Tempel ist täglich von 6.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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Ausflüge von Saigon aus

Saigon ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung.
 

Die Tunnel von Cu Chi

Wenn du tiefer in die Geschichte des Vietnamkrieges eintauchen möchtest, empfiehlt sich ein Ausflug zu den Cu Chi-Tunneln nördlich von Saigon.
Hier kannst du die Brutalität und Unmenschlichkeit des Indochinakrieges noch heute physisch und psychisch spüren. Die Tunnel von Cu Chi sind eine unterirdische Festung, ein Labyrinth aus schmalen und niedrigen Gängen, engsten Schlaf- und Aufenthaltsräumen, Kochnischen mit einem ausgeklügeltem Entlüftungssystem und sogar Krankenstationen – und das alles mehrere Meter unter der Erde. In dem über 200 Kilometer langen Tunnelnetzwerk versteckten sich im Vietnamkrieg Zehntausende vietnamesische Rebellen.
Um die klaustrophobische Enge am eigenen Leib zu spüren, wurde ein Teil der Tunnel für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Sehr beeindruckend!

Überall in der Stadt werden Touren angeboten. Schaue dich auf jeden Fall bei mehreren Travel Agencies um und vergleiche die Preise.
Wir haben einen halbtägigen Ausflug in kleiner Gruppe über Sycic Travel gebucht und können diese Tour unbedingt empfehlen.


 

Ausflug ins Mekong Delta

Ebenfalls beeindruckend ist ein Ausflug ins Mekong Delta. Von Saigon aus werden Tagestouren angeboten, bei denen du einen ersten Einblick in die Region bekommst. Wir haben uns für die Entdeckungs-Abenteuer-Tour in kleiner Gruppe zum Mekong Delta entschieden. Ist zwar etwas touristisch, aber für einen ersten Eindruck durchaus in Ordnung.

Wenn du mehr Zeit hast und tiefer in die Gegend eintauchen möchtest, werden auch längere Touren mit 2 oder 3 Übernachtungen angeboten. Ein solches Angebot kannst du z.B. hier buchen: Höhepunkte Mekong Delta (4 Tage/ 3 Nächte).

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Was du sonst unbedingt noch machen solltest:

 

In den Straßen der Stadt verlieren

Keine Frage – diese Stadt ist laut! Aber wenn du dir ein wenig Zeit nimmst und ab und an in kleinere Seitenstraßen einbiegst, wird es zum Teil erstaunlich ruhig. Dort kannst du das echte Saigon spüren: die Mama mit ihrer kleinen Garküche und den winzigen Plastikstühlen auf dem Bürgersteig, die Oma, die ein Nickerchen am Straßenrand macht, die Verkäuferin mit dem Fahrrad voller Früchte oder den Moped-Taxi-Fahrer, der es sich auf seinem Moped gemütlich macht.

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Moped-Taxi fahren

Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Distrikt 1 und du kannst sie bequem zu Fuß erreichen. Trotzdem gehört Rollerfahren in Vietnam einfach dazu und du solltest dir diese Erfahrung auf keinen Fall entgehen lassen.
Sich zur Rush Hour als Sozius auf einem Moped-Taxi durch den hektischen Verkehr manövrieren zu lassen, ist ein Erlebnis der besonderen Art. Wenn der Fahrer mit vollem Tempo in das knatternde Knäuel auf der Kreuzung zusteuert, kann einem schon Angst und Bange werden und man hofft, dass sich wie von Geisterhand eine Schneise im Blechstrom öffnen möge.

Moped-Taxis findest du an jeder Straßenecke. Aber Vorsicht: Verhandle den Fahrpreis unbedingt vor der Fahrt!
Wir haben sehr gute Erfahrungen (nicht nur in Saigon) mit UBER gemacht. Mit dieser App kannst du dir ganz einfach per Handy einen Fahrer bestellen. Dazu wird dir der geschätzte Fahrpreis und auch die voraussichtliche Ankunftszeit angezeigt.

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Wenn du noch keine Erfahrungen mit dieser Anwendung hast, dann schau doch einmal bei Jessica von yummytravel rein, sie berichtet ausführlich über ihre Erfahrungen mit Uber.
 
Die besonders Mutigen können sich auch selbst auf einen Roller schwingen und die Stadt und Umgebung unsicher machen. Dafür benötigst du lediglich einen gültigen, in Deutschland ausgestellten internationalen Führerschein.
 
 

Eine Rooftop-Bar besuchen

Saigon hält für seine Besucher viele Überraschungen parat. Dazu zählen mit Sicherheit auch die, nicht auf den ersten Blick sichtbaren, Rooftop-Bars.
Auf jeden Fall solltest du dir einen Abend in einer Rooftop-Bar mit entsprechender Aussicht gönnen.
Bei Lounge-Musik und einem leckeren Cocktail lässt es sich über den Dächern der Metropole wunderbar aushalten. Das hektische Saigon rückt in die Ferne; von hier oben siehst du lediglich eine nicht enden wollende leuchtende Schlange aus Motorrollern, die sich durch die Straßen der Stadt schlängelt.
Zugegeben, die Preise in luftiger Höhe unterscheiden sich deutlich von denen auf Straßenniveau. Doch dafür sind die Drinks nicht nur lecker, sondern haben auch noch kreative Namen wie „Miss Saigon“ oder „Good Morning Vietnam“.
Wir können dir die Air 360 Skybar auf dem Dach des Ben Thanh Tower empfehlen. Mit Sicherheit eine der coolsten Bars in Saigon: mega 360-Grad-Ansichten von Saigon bei Nacht, eine lockere Party-Atmosphäre, ein Schwimmbad zum Abkühlen und gute Getränke.

Adresse: Air 360 Skybar, 36-138 Le Thi Hong Gam, Distrikt 1, Ho Chi Minh City

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Noch mehr coole Rooftop-Bars findest du hier.
 
 

Die vietnamesische Küche probieren

Vietnams Essen ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt und eine der abwechslungsreichsten Küchen in Südostasien.
Unbedingt probieren solltest du die wohl berühmteste Suppe des Landes, die vietnamesische Reisnudelsuppe Pho. Zwar ist Pho ein typisches Frühstücksgericht, wird jedoch den ganzen Tag über angeboten.

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Wir mögen ganz besonders die Sommerrollen Goi Cuon, mit Shrimps, Fleisch, Reisnudeln, Pilzen oder Kräutern gefüllte Reispapierrollen. Sehr lecker!

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Restaurant Black Cat

Die beste Pho der Stadt bekommst du unserer Meinung nach im Black Cat. Zwar ist das kleine Restaurant berühmt für seine Burger (die wir nicht probiert haben), aber wir haben uns durch die Suppenkarte gefuttert. Sowohl die Pho Saigon (mit Huhn) als auch die Pho Hanoi (mit Rind) sind so etwas von lecker, das wir in den 4 Tagen, die wir in Saigon verbracht haben, dreimal dort gegessen haben.
Zudem ist Phuong, die Inhaberin, so eine herzliche Person, das sich allein wegen ihr ein Besuch im Black Cat lohnt.

Adresse: Black Cat, 13 Phan Van Dat, Distrikt 1


 

Kaffeehauskultur in Saigon erleben

Woran denkst du bei Kaffeehauskultur? An Wien oder Budapest? Sicher nicht an Saigon, oder?
Doch in Saigon gibt es wundervolle Cafés, die sich hinter denen in Wien nicht verstecken müssen.
Serviert wird hier zwar kein „Schwarzer“ oder „Brauner“, aber probiere doch einmal den typisch vietnamesischen „Ca Phe Sua Da“, einen starken Kaffee mit süßer Kondensmilch.
Dazu wird heißes Wasser aufgegossen und tropft langsam durch den Filter in ein Glas, in dem sich dicke, gesüßte Kondensmilch befindet. Schmeckt ziemlich süß, aber unerwartet gut!

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Ciao Café

Unser absolutes Lieblingscafé in Saigon ist das Ciao Café. Auf mehreren Etagen sitzt du hier urgemütlich und besonders die selbstgebackenen Kuchen sind der Hammer.

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Unser Tipp: Probiere unbedingt den Corn Cake (Kokoskuchen)!

Adresse: Ciao Cafe, Nguyen Hue 74 – 76, Distrikt 1
 
 

Café L’Usine

Etwas schwierig zu finden, aber ebenfalls sehr lohnenswert ist das L’Usine auf der Le Loi Street.
Auf der Karte findest Du alles was das Herz begehrt, von Smoothies, über Kuchen, Salate und Banh Mi, die vietnamesischen Baguettes.
Zum Café gehören auch ein kleiner Laden und eine Kunstgalerie. Hier findest du nicht nur coole Klamotten und Schuhe, sondern auch nette Accessoires, Gemälde und Grafiken, coole Haushaltswaren und sonstigen Schnickschnack.

Adresse: L’Usine, 70B Le Loi, Distrikt 1


 

Weitere Tipps zu Saigon:

 
Wohnen?
Der Distrikt 1 ist der beliebteste und gilt als der „sleepless district“. Unterkünfte suchst du dir am besten in der Nähe der Hai Ba Trung Street oder im Backpacker-Viertel rund um die Straßen Pham Ngu Lao und Bui Vien Street.
Wir haben uns für die erste Variante entschieden und können dir das Asian Ruby Center Point Hotel unbedingt empfehlen. Es liegt in einer ruhigen Seitenstraße und ist ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt. Die Zimmer sind sauber und sehr geschmackvoll eingerichtet und jeden Morgen wird ein tolles Frühstücksbuffet auf der Dachterrasse serviert.

Wie viel Zeit einplanen?
Auch wenn Saigon riesig ist, immerhin die größte Stadt des Landes und fast zweimal so groß wie Bangkok, hat es eine relativ überschaubare Anzahl an Highlights zu bieten. Um die schönsten Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und die Stadt ein wenig kennenzulernen, reichen zwei volle Tage aus.
Saigon ist aber auch ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung, sodass du auch vier oder fünf Tage bleiben kannst, ohne dass dir langweilig wird.
 

Sicherheit?
Unseres Erachtens ist Vietnam ein relativ sicheres Reiseland und Saigon kann man bedenkenlos, auch als Frau alleine, bereisen.
 
 

Unser Fazit:

Saigon ist definitiv eine faszinierende Stadt, die uns vom ersten Moment an begeistert hat.
Asiatisches vermischt sich mit französischem Erbe und dem dezenten Scharm des Sozialismus zu einem einzigartigen Gesamten, das wahnsinnig interessant und spannend ist.

Mit Sicherheit gibt es einfachere Stop-Over-Ziele, ungewöhnlichere gibt es wenige.
 
 
Warst du auch schon einmal in Saigon? Wie hat es dir gefallen?
Hast du vielleicht noch einen guten Tipp für uns? Fehlt eine wichtige Sehenswürdigkeit oder Aktivität auf unserer Liste?
Wir freuen uns auf deinen Kommentar!
 
 

geschrieben von
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