Ein Roadtrip durch Namibia – Welche Route?

 

Ein Roadtrip durch Namibia war ein Wunsch, welcher schon länger auf unserer Bucket List stand. Auch eine Rafting-Tour auf dem Sambesi unterhalb der riesigen Victoria-Fälle in Simbabwe stand auf Jojos Liste ganz weit oben.
Was haben wir gemacht? Wir haben beide Ziele miteinander kombiniert und das ist dabei heraus gekommen:

 

Ein Roadtrip durchs südliche Afrika!

 

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Unsere Route durchs südliche Afrika!

 

4 Wochen, 3 Länder, 7.524 Kilometer – jede Menge unvergessliche Erlebnisse, ein echtes Abenteuer und ganz viel Spaß!

 

Nirgendwo lassen sich so viele unterschiedliche und auch einzigartige Landschaften besuchen, wie im südlichen Afrika. Nirgendwo kommst du Tieren in freier Wildbahn noch näher. Nirgendwo fühlt sich Freiheit intensiver an, als auf den unendlich scheinenden Sand- und Schotterpisten Afrikas.

 

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Unterwegs in Namibia – Hier hat man die Straßen ganz für sich allein :-)

 

 

Planung ist alles!

Nein, Planung ist natürlich nicht alles und Spontanität ist super. Aber ein Road Trip durch Afrika braucht Vorbereitung.
Es ist wichtig die grobe Route festzulegen, um Entfernungen und Fahrzeiten einzuschätzen.

 

Routenverlauf

Routenplanung

 

 

Bereits ein gutes halbes Jahr vor Reiseantritt habe ich mit der Planung der Route begonnen. Monatelang habe ich Reiseführer durchwälzt, das Internet durchstöbert, zahlreiche Blogs gelesen und mich von den Erfahrungen anderer Reisender inspirieren lassen.

 

Um dich bei deiner eigenen Routenplanung zu unterstützen, findest du hier unsere gewählte Route sowie eine Auflistung aller besuchten Orte, der Unterkünfte und Highlights.
(Bei den Kilometer- und Zeitangaben sind nur die direkten Wege gerechnet.)

Am Ende des Artikels findest du eine PDF-Datei zum Herunterladen, mit detaillierten Angaben zu Entfernungen, Fahrzeiten, Aktivitäten und Unterkünften.

 

Route:

Windhoek – Kalahari – Keetmannshoop – Fish River Canyon – Lüderitz – Tirasberge – Sossusvlei – Swakopmund – Skelettküste – Damaraland – Kaokoveld – Etosha Nationalpark – Rundu – Divundu – Kasane (Botswana) – Victoria Falls (Zimbabwe) – Nata (Botswana) – Maun (Botswana) – Windhoek

 

Im Detail sah unsere Tour dann wie folgt aus:

Tag 1:
Ankunft in Windhoek und Übernahme Mietwagen (normaler PKW)
Fahrt zum Intu-Afrika Game Reserve in der Kalahari / ca. 300 km – ca. 4,5 Stunden
Game Drive am Nachmittag
Übernachtung : Zebra Kalahari Lodge**

 

Tag 2:
Safari im Intu Afrika Game Reserve
Sunset-Tour
Übernachtung: Zebra Kalahari Lodge**

 

Tag 3:
Fahrt durch die Kalahari nach Keetmannshoop mit Abstecher zu den Köcherbaumwäldern und Mesosaurus-Park / ca. 390 km – ca. 5 Stunden
Übernachtung: Central Lodge

 

Tag 4:
Fish River Canyon / ca. 180 km – ca. 3,5 Stunden
Wanderung im Canyon
Übernachtung: Canyon Roadhouse**

 

Tag 5:
Lüderitz / ca. 400 km – ca. 6 Stunden
Stadtbummel Lüderitz
Übernachtung: Bay View Hotel

 

Tag 6:
Lüderitz / Tagestour Lüderitz-Halbinsel
Übernachtung: Bay View Hotel

 

Tag 7:
Tirasberge / ca. 270 km – ca. 4,5 Stunden
Wanderung und Game Drive am Nachmittag
Übernachtung: Koiimasis Lodge**

 

Tag 8:
Sossusvlei / ca. 290 km – ca. 5 Stunden
Wanderung durch den Sesriem Canyon
Übernachtung: Sossusvlei Lodge**

 

Tag 9:
Aufstieg zur Big Daddy Düne im Sossusvlei
Besuch Dead Vlei
Swakopmund / ca. 350 km – ca. 5 Stunden
Übernachtung: Meikes Guesthouse

 

Tag 10:
Autowechsel in Walvis Bay (Tausch normaler PKW gegen geländegängigen Allradwagen)
Cape Cross mit Robbenkolonie
Skelettküste / ca. 380 km – ca. 4 Stunden
Übernachtung: Camp in Terrace Bay

 

Tag 11:
Damaraland / ca. 210 km – ca. 2,5 Stunden
Wanderung am Grootberg-Pass
Sunset-Drive
Übernachtung: Grootberg Lodge**

 

Tag 12:
Besuch Himba-Dorf
Opuwo / ca. 260 km – ca. 3 Stunden
Übernachtung: Opuwo Country Hotel

 

Tag 13:
Etosha Nationalpark (östlicher Teil) – Einfahrt über Galton Gate / ca. 160 km – ca. 2 Stunden
Übernachtung: Dolomite Camp im Park**

 

Tag 14:
Etosha Nationalpark (südlicher Teil)
Übernachtung: Etosha Lodge (ca. 10 km außerhalb Anderson Gate)

 

Tag 15
Etosha Nationalpark (mittlerer Teil)
Übernachtung: Namutoni Camp

 

Tag 16
Etosha Nationalpark (nördlicher Teil)
Übernachtung: Namutoni Camp

 

Tag 17:
Rundu / ca. 370 km – ca. 4 Stunden
Sunset-Bootstour auf dem Okawango
Übernachtung: Hukusembe River Lodge**

 

Tag 18:
Divundu / ca. 210 km – ca. 2,5 Stunden
Popa Falls
Mahango Wildreservat
Sunset-Bootstour auf dem Okavango
Übernachtung: Ndhovu Safari Lodge**

 

Tag 19:
Grenzübergang nach Botswana (ca. 45 min)
Kasane / ca. 440 km – ca. 4,5 Stunden
Wanderung entlang Chobe River
Übernachtung: Old House Guesthouse

 

Tag 20:
Safari im Chobe Nationalpark (nur für 4×4 Fahrzeuge)
Übernachtung: Old House Guesthouse

 

Tag 21:
Grenzübergang nach Simbabwe (VIEL Zeit einplanen!)
Victoria Falls / ca. 90 km – ca. 1 Stunde
Wanderung entlang der Victoria-Fälle bis nach Sambia
Übernachtung: Guest Paradies Lodge

 

Tag 22:
Rafting auf dem Sambesi
Sunset-Bootstour auf dem Sambesi
Übernachtung: Guest Paradies Lodge

 

Tag 23:
Besuch des ALERT-Centrums (African Lion & Environmental Research Trust) / Wanderung mit Löwen
Grenzübergang nach Botswana (ca. 15 min)
Nata / ca. 330 km – ca. 4 Stunden
Übernachtung: Northgate Lodge

 

Tag 24:
Magkadani Salzpfannen (nur für 4×4)
Maun / ca. 310 km – ca. 3 Stunden
Übernachtung: Senthaga Guest House

 

Tag 25:
Einbaum-Tour durch das Okavango Delta
Übernachtung: Senthaga Guest House

 

Tag 26:
Grenzübergang nach Namibia (ca. 15 min)
Windhoek / ca. 830 km – ca. 7 Stunden
Übernachtung: Olive Groove Guesthouse**

 

Tag 27:
Stadtbummel Windhoek und Katutura
Rückflug ab Windhoek

 

Die mit zwei ** markierten Übernachtungen haben uns ganz besonders gut gefallen.
Ein ausführlicher Bericht zu den Top-Unterkünften folgt.

 

Fazit der Route:

Mit unserer Reiseroute sind wir auch im Nachhinein noch absolut zufrieden. Die zu fahrenden Distanzen lagen immer im Rahmen und waren stets gut machbar.

Allerdings würden wir, auch wenn es teurer ist, beim nächsten Mal sofort ein geländegängiges Allradfahrzeug mieten. Man kommt schneller voran (bei den Distanzen kein Nachteil), es ist sicherer, man kann eigenständig auch weniger erschlossene Gebiete befahren und nicht zu vergessen: der Spaß am Fahren, der soll bei einem Road-Trip ja auch nicht zu kurz kommen!
Ein Gesamt-Fazit zu unserer Reise ziehen wir hier.

 

Was war Top?

Ganz besondere Highlights der Reise waren die Wanderung im Fish River Canyon, die Fahrt entlang der Skelettküste, die hohen Dünen im Sossusvlei, die Tierbeobachtungen im Chobe Nationalpark, die Einbaum-Tour durchs Okavango-Delta und die Victoria-Fälle in Simbabwe.
Auch hier werden schon ganz bald ausführliche Berichte zu den einzelnen Orten / Aktivitäten folgen.

 

Was war Flop?

Mit nur einer Ausnahme, möchten wir keines der besuchten Ziele missen.
Den Abstecher zu den Popa-Falls bei Rundu kann man sich sparen. Fälle sind das nun wirklich nicht, Stromschnellen trifft es wohl eher. Die Zeit kann man besser im Mahango Wildreservat verbringen.

Lüderitz selbst hat uns wenig überzeugt. Ein winziges Städtchen, vollgestopft mit deutschem Jugendstil und alles wirkt ein wenig „in die Jahre gekommen“.  Die Anfahrt durch die einsamen Weiten der südlichen Namib-Wüste ist jedoch ein Erlebnis und auch ein Ausflug zur sturmgepeitschten Lüderitz-Halbinsel mit den riesigen Flamingo-Kolonien lohnt sich.

 

Was kann man verbessern?

Zur Optimierung der Tour würde ich einen Tag im Etosha Nationalpark streichen, hier reichen 3 Übernachtungen völlig aus. Stattdessen würde ich einen zweiten Tag im Chobe Nationalpark in Botswana einplanen.

 

Wenn wir mehr Zeit gehabt hätten?

Wir wären gern noch weiter in den Norden bis zur angolanischen Grenze gefahren und hätten die Epuwa Falls besucht.
Gern wären wir auf einer mehrtätigen Tour noch tiefer ins Okavango-Delta vorgedrungen und hätten in Camps mitten im Delta übernachtet.

 

Und sonst so …?

Wir träumen davon, eine ähnliche Reise mit einem Allradfahrzeug mit Dachzelt oder einem Bushcamper zu machen. Damit hat man noch mehr Freiheit und Abenteuer, ist selbständiger, unabhängiger und kommt der Natur noch ein wenig näher.
Da ich allein mit meiner Tochter unterwegs war, habe ich mich aus Sicherheitsgründen gegen diese Variante entschieden. Im Nachhinein – völlig unbegründet! Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt.

Sollten wir eine weitere Tour durchs südliche Afrika planen, würden wir uns auf jeden Fall für diese Variante entscheiden.

 

Alles was du sonst noch für einen Roadtrip durchs südliche Afrika wissen musst, habe ich hier zusammengefasst.
(Tipps für den perfekten Roadtrip durchs südliche Afrika – Bericht folgt.)

 


Hier findest du unsere Reiseroute mit detaillierten Angaben zu Entfernungen, Fahrzeiten, Aktivitäten und Unterkünften als PDF-Datei zum Herunterladen:

Namibia_Reiseroute_zum Download


 

Warst du schon einmal in Namibia, Botswana oder Simbabwe? Welche Route hast du gewählt? Was waren deine Highlights? Was sollte man unbedingt noch gesehen haben? Ab damit in die Kommentare!

 

 

10 Kommentare
  • Mischa
    August 31, 2015

    Wir waren im April in Namibia und hatten bis zur Etoshapfanne fast die gleiche Tour. Wir haben sogar ein paar Überschneidungen bei den Übernachtungen: das Canyon Roadhouse, die Koiimasislodge (hach, war die toll…) und Dolomite und Namutoni. Danach waren wir noch am Waterberg und in Okonjima (das würde von mir 3 Sternchen bekommen).
    Tatsächlich haben wir die gleichen Erfahrungen bezüglich des Mietwagens gemacht, Allrad wäre deutlich entspannter gewesen. So ging es auch, aber teilweise war es anstrengend.
    Unsere Strecke: Windhoek – Kalahari – Fishrivercanyon -Lüderitz – Tirasgebirge -Sossusvlej – Swakopmund – Damaraland – Etoshawest – Etoshamitte – Etoshaost – Waterberg – Okonjima – Windhoek.
    Unsere herausragenden Unterkünfte waren: Die Anib Lodge in der Kalahari, Koiimasis in den Tirasbergen, das Camp Kipwe im Damaraland und Okonjima.
    Da wir es etwas entschleunigt mögen hatten wir fast überall mindestens zwei Übernachtungen, in Swakopmund zur Halbzeit sogar drei.
    Die Tirasberge hatten wir nur als Zwischenübernachtung eingebaut. Sie verdienen aber wirklich mehr Aufmerksamkeit, die Landschaft ist einfach unglaublich. Für Interessierte:
    http://mischas-reisen.blogspot.de/2015/05/namibia-4-die-tirasberge-fur-nur-eine.html
    LG
    Mischa

    • Frauke Lilius
      August 31, 2015

      Hallo Mischa,
      die Koiimasis Lodge in den Tirasbergen war auch für uns eine der schönsten Unterkünfte unserer Tour. Wobei wir das Dolomite Camp, wir hatten das De-Luxe-Zelt mit eigenen Pool und Traumaussicht über das Tal, auch ganz toll fanden.
      Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass wir das Auto gewechselt haben. Die meisten Ziele hätten wir zwar auch mit einem normalen PKW erreicht, aber in Botswana war der Wagen Gold wert. In den Chobe Nationalpark und zu den Makgadikgadi-Salzpfannen kommst du nur mit einem 4×4. Das wird bei der Einfahrt kontrolliert. Ich bin ja auch ein leidenschaftlicher Autofahrer. Für mich war dies ein ganz besonderes Erlebnis, bin noch nie vorher einen so „großen“ Wagen gefahren. Wir hatten einen Ford Ranger und das Fahren über die Sand- und Geröllpisten hat damit echt Spaß gemacht.

      Liebe Grüße
      Frauke

  • Carina
    September 8, 2015

    Hi ihr beiden,

    da hattet ihr aber wirklich eine sehr ausführliche Route!
    Ich war vor zwei Jahren in Botswana (drei Monate für meine Bachelorarbeit) und habe nach meiner Feldarbeit auch noch zwei Wochen Safari durch Botswana gemacht.
    Wir waren damals auch für drei Tage auf einer kleinen Insel mitten im Delta und das war wirklich das Highlight der ganzen Reise: Affen und Elefanten MITTEN im Camp (auch nachts :D) und Löwen und Hippos, die keine 100 m entfernt waren. (Wenns interessiert, hier der Link: http://last-paradise.com/blog/2014/11/17/safari-im-okavango-delta/)
    Aufregung pur kann ich euch sagen! 🙂

    Dieses Jahr/bzw. Anfang nächstes Jahr will ich auch wieder hin, diesmal mehr Namibia und evtl. Caprivi Streifen.

    Auf jeden Fall sehr spannend auch mal andere Routen und Touren zu sehen.

    Liebe Grüße,
    Carina

    • Frauke Lilius
      September 8, 2015

      Hallo Carina,
      ich habe gerade deinen wunderbaren Bericht vvom Okavango Delta gelesen. Ein Traum! Wir waren leider nur einen Tag mit dem Einbaum im Delta unterwegs. Das werden wir auf jeden Fall irgendwann noch einmal machen und dann auf jeden Fall mit Übernachtung.

      Vielleicht können wir dir mit unseren Berichten ein paar Ideen für Namibia geben.

      Liebe Grüße
      Frauke

  • Eva
    September 16, 2015

    Wow, du meine Güte, da habt ihr aber ganz schön was geschafft. Wir sind vor acht Jahren mit dem eigenen Jeep die Route gefahren. Alelrdings noch ein bisschen weiter nach Zimbabwe und Zambia. Allerdings haben wir allein für Nambiba uns schon 6 Wochen Zeit gelassen. Ich bin allerdings auch nicht so gut im Vorausplanen wie Du, das muss ich klar zugeben. Wir haben uns spontan treiben lassen, hatten damals aber auch noch viel Zeit.

    • Frauke Lilius
      September 16, 2015

      Da wir leider nur 4 Wochen zur Verfügung hatten (selbst da musste ich schon mit meinem Chef hart verhandeln) und wir unbedingt den Abstecher zu den Victoria Falls machen wollten, ist eine „sportliche“ Tour dabei herausgekommen. Ich bin ein Freund vom zügigen Reisen und somit war dies kein Problem. Mehr Zeit wäre natürlich super gewesen.
      Seid ihr weiter ins Landesinnere von Zambia und Zimbabwe gefahren? Könnt ihr dies empfehlen? Das reizt uns nämlich auch noch.

      Liebe Grüße
      Frauke

  • A+K Weltenbummler
    September 21, 2015

    Hallo Ihr Beiden,

    das hört sich absolut fantastisch an. Die Idee mit der PDF-Datei ist sehr gut. Die kann man gut als Vorbild für seine eigene Reiseplanung nehmen.
    Wir wünschen Euch noch viele schöen Touren.

    • Frauke Lilius
      September 21, 2015

      Liebe Weltenbummler,
      ganz lieben Dank! Die nächste Tour ist auch schon in Planung und es dauert gar nicht mehr lang 🙂
      Viele Grüße
      Frauke

  • KnutH
    Juli 14, 2016

    Toller Bericht, der mich schon wieder sehnsüchtig werden lässt. Ich glaube ich muß mein Reisegepäck und die Utensilien wieder rauskramen, und dem Ruf der Ferne folgen. Und dieser Teil Afrikas reizt mich sehr stark. Verstärkt durch Reisebericht wie dieser

    • Frauke Lilius
      Juli 14, 2016

      Wir lieben das südliche Afrika und können es nur empfehlen.
      Und dem Ruf der Ferne sollte man folgen
      Liebe Grüße
      Frauke & Jojo

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