Unser Roadtrip durchs südliche Afrika – mehr als nur Wüste, Safari und Elefanten!

Hallo! Da sind wir wieder.
Schon fast 4 Wochen sind wir zurück im deutschen Sommer – welch krasser Gegensatz zum afrikanischen Winter.

4 Wochen waren wir auf eigene Faust mit einem Mietwagen im südlichen Afrika untwerwegs. Unsere Reise führte uns durch Namibia, über Botswana bis zu den Victoriafällen in Simbabwe.
 
Namibia_2015 (2) Im Mietwagen durch’s südliche Afrika!
 
 

Es war eine Wahnsinns-Reise!

Der Koffer voller Eindrücke, Erlebnisse und Erinnerungen ist zwar noch immer nicht vollständig ausgepackt. Aber: Namibia hat uns so begeistert, dass wir in diesem Artikel ein erstes kleines Fazit ziehen möchten.

Wir waren 27 Tage unterwegs, sind 7.524 Kilometer gefahren, haben 20-mal die Unterkunft gewechselt, 25 traumhafte Sonnenuntergänge erlebt und fast 6.000 Fotos geschossen.

Mit dieser Reise haben wir uns einen lange gehegten Traum erfüllt. Nachdem wir 2005 und 2007 in Südafrika waren, hat uns Afrika infiziert. Den Afrika-Virus sind wir nie wieder losgeworden und schon lange stand Namibia auf unserer Bucket List.
 
Sonnenuntergang im Khomashochland Nur einer von 25 traumhaften Sonnenuntergängen 🙂
 
 

Unendlichkeit hat einen Namen – NAMIBIA!

Namibia ist ungefähr zweieinhalb mal so groß wie Deutschland und pro Quadratkilometer leben hier 2,2 Menschen (zum Vergleich: in Deutschland sind es 226 Menschen/km²). Damit ist Namibia nach der Mongolei der Staat mit der geringsten Bevölkerungsdichte weltweit.
Wenn man in Namibia von einem Ort zum anderen will, dann heißt das fahren, fahren, fahren. An manchen Tagen sind wir stundenlang keiner Menschenseele begegnet. Wer, wie wir, ein echter Roadtrip-Fan ist, wird Namibia lieben. Namibia bietet die perfekten Bedingungen: leere Landstraßen, Offroad Pisten, absolute Freiheit.
 
Sandpiste in Namibia Endlose Sandpisten soweit das Auge reicht!
 
Namibia ist sicher kein Land, das mit stetiger Reizüberflutung besticht. Für uns war es die Weite und die fast ohrenbetäubende Stille, die uns vom ersten Moment an fasziniert hat. Nicht zu vergessen die unglaublichen Landschaften, die Tiere, die Menschen.
 
in der Wüste Namib Unendlichkeit hat einen Namen – NAMIBIA!
 
in der Wüste Namib Einsamkeit? Untwerwegs in der Namib-Wüste!
 
In den Tirasbergen!
 
im Dead Vlei So kennt man Namibia – im DeadVlei!
 
Blick vom Grootberg-Pass Blick vom Grootberg-Pass
 
Köcherbäume bei Keetmanshoop Köcherbäume bei Keetmanshoop
 
Victoriafälle in Simbabwe Die Victoriafälle in Simbabwe – 1.708 Meter breit!
 
Löwin im Chobe-Nationalpark Löwenweibchen im Chobe-Nationalpark in Botswana
 
Nashorn im etosha Nashorn im Etosha-Nationalpark
 
Zebra im Etosha Zebra im Etosha-Nationalpark
 
Giraffen im Etosha Giraffen im Etosha-Nationalpark
 
Himba-_Mädchen Zu Gast bei den Himbas!
 
Himbafrau Himbafrau im trationellen Outfit
 
 
Namibia ist ein Land der Kontraste: da sind die sagenhaften Landschaften von Sossussvlei mit den welthöchsten Sanddünen, der Fish River Canyon mit seiner über 160 Kilometer langen Schlucht, die vier Wüsten im Süden Namibias oder die tosende Brandung an der Atlantik-Küste. Im Caprivi hingegen bestimmen sattes Grün und zahlreiche Gewässer das Landschaftsbild.

In diesem Land liegen die Elemente so dicht beieinander. In der Weite der Landschaft scheinen sich Himmel und Erde immer wieder zu berühren.
 
Dünen im Sossusvlei Die höchsten Dünen der Welt im Sossusvlei!
 
Fish River Canyon Der Fish-River-Canyon, der zweitgrößte Canyon der Welt!
 
Unterwegs in der Namib-Wüste Unterwegs in der Namib-Wüste
 
Atlantikküste bei Lüderitz An der Atlantik-Küste bei Lüderitz
 
Caprivistreifen Der „grüne“ Caprivistreifen
 
 
Neben den überwältigenden Naturerlebnissen ist Namibia auch unbändiges Abenteuer. Nervenkitzel und Gänsehautfeeling sind garantiert.
 
Beim Rafting auf dem Sambesi Unsere Rafting-Tour auf dem Sambesi – Adrenalin pur!
 
Löwenwanderung in Simbabwe Unsere Wanderung mit den Löwen im ALERT-Center – ein unvergessliches Erlebnis!
 
In den  Makgadikgadi Salzpfannen in Botswana Spaß in den Makgadikgadi Salzpfannen in Botswana
 
 
Die gesamte Reise wurde von uns im Vorfeld geplant, eine Route erarbeitet und Unterkünfte vor gebucht (was unbedingt notwendig ist, da viele Unterkünfte lange im Voraus ausgebucht sind).

Und es war super! Es hat alles so geklappt, wie wir es erhofft und gewünscht haben. Mit einem kleinen Makel, der gebuchte Mietwagen (ein normaler PKW) erwies sich als Fehlplanung. Zum Glück konnten wir diesen schnell gegen einen geländegängigen Allradwagen tauschen.
Das Straßennetz in Namibia besteht zu 90 Prozent aus ruckeligen Sand- und Schotterpisten und wenn man nicht mit Tempo 40 dem Ziel entgegen schleichen möchte, ist ein Allradfahrzeug zwingend notwendig.
 
Schotterpiste in Namibia Schotterpiste in Namibia
 
 
Trotz der extremen Straßenverhältnisse hatten wir keine Panne mit dem Fahrzeug! Wir hatten nicht einmal einen Reifenschaden, was, in Anbetracht der vielen zerfetzten Reifen an den Straßenrändern, schon unglaubliches Glück ist.
 
Reifen am Straßenrand Überall an den Straßenrändern findet man Reifenteile!
 
 
Wir haben in Lodges und Zeltcamps übernachtet, manche waren super und manche mehr als außergewöhnlich. Liebevoll eingerichtete Chalets mit Blick auf unberührte Natur, Duschen mit Sternenblick, schwimmende Zelte mit Flusspferden vorm Steg – das lässt das ”Out-of-Africa”-Gefühl aufkommen.
 
Hütte in den Tirasbergen In die Granitfelsen eingebettet – unser kleines Chalet in den Tirasbergen
 
Im Dolomiticamp im Etosha Unser Luxuszelt mit eigenem Pool und Traumaussicht im Dolomiti-Camp im Etosha-Park
 
Zelt auf dem Okavango Unser schwimmendes Zelt auf dem Okavango
 
 
Die gewählte Route hat perfekt gepasst. Wir sind Freunde vom zügigen Reisen und möchten gern möglichst viel vom Land sehen und viel erleben (kein Hetzen von Ort zu Ort, aber faule Nachmittage am Pool sind uns ein Graus). Die Etappen waren so gewählt, dass wir trotz Pausen und vielen Fotostopps am frühen Nachmittag am Ziel waren. So hatten wir immer noch reichlich Zeit für Ausflüge und Erkundungen der Umgebung.

Es war nicht ganz einfach, sich an die namibische Uhr anzupassen und die Schnelligkeit des deutschen Alltages hinter uns zu lassen. Aber das Wort ”Hektik” ist in Namibia ein Fremdwort. Also blieb auch uns nichts anderes übrig, als sich an Ruhe und Gelassenheit zu gewöhnen. War gar nicht so schlimm! Ein wenig konnten wir uns sogar bis heute bewahren 🙂
 
 
Hast du Lust mehr über Namibia zu erfahren? Alle Berichte findest du hier.
 
 
Warst du schon einmal in Namibia? Hat dich das Land ähnlich begeistert? Oder bist du neugierig geworden? Was interessiert dich am meisten? Ab damit in die Kommentare!
 
 

geschrieben von
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33 Kommentare

  • Was für ein schönes Abenteuer! Und ganz tolle Fotos … Ich muss auch irgendwann mal nach Afrika. Schon allein wegen der wilden Tiere. Sieht man so ja anderswo nicht. Ok, fast nicht (ein paar Elefanten habe ich kürzlich in Indien gesehen, aber das war eher Glück / Zufall). Bin gespannt auf weitere Berichte (und Fotos!). Viel Spaß beim Auf-/und Nachbereiten … 😉

    LG, Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,
      wilde Tiere wirst du in Afrika mehr als genug sehen, aller Größen und in allen Farben 🙂
      Wir sind große Afrika-Fans, genau wegen der Tiere.
      Weitere Berichte folgen schon bald. Das Auf- und Nachbereiten bringt die Reise ja noch einmal ein Stück zurück.
      Liebe Grüße
      Frauke & Jojo

  • Hallo ihr Beiden,

    erst einmal schön, dass ihr beide wieder wohlbehalten zu Hause angekommen seid !
    Eure Bilder und „Kurzberichte“ auf Facebook waren ja schon wirklich top !
    Vielen Dank dafür !
    Aber dieser Bericht hier ist ja noch viel besser !
    Wir hoffen mal, dass noch ein paar folgen werden.
    Ach ja, wenn wir uns die Bilder so anschauen, dann sollten wir doch auch mal solch eine Tour machen !
    Aber, dass ihr diese Kilometer abgerissen habt, ohne von einem technischen Defekt heimgesucht worden zu sein…Hütchen ab !!

    Die Bilder sprechen Bände !
    Danke dafür !!

    Liebe Grüße
    Bibo & Tanja

    • Hallo ihr Zwei,
      danke für euer Lob.
      Weitere Berichte folgen schon ganz bald. Langsam kann ich meinen Schreibtisch unter den vielen, in 4 Wochen, aufgestauten Vorgängen auch wieder erahnen 🙂 und es bleibt ein wenig Zeit um Reiseerinnerungen aufzubereiten.

      Wir sind auch sehr froh, dass uns ein technischer Defekt erspart geblieben ist. Die meiste Zeit ohne Mobilnetz und kein Mensch weit und breit, da kann die Zeit, bis Hilfe naht, schon mal lang werden. Wobei ich mich dem Abenteuer Reifenwechsel an dem riesigen Ford Ranger ja gern gestellt hätte. Hab mir bei der Fahrzeugübergabe alles ganz genau erklären und zeigen lassen. Ist doch schon etwas anderes als beim normalen PKW.
      Liebe Grüße
      Frauke & Jojo

  • Fast 10.000 Kilometer in vier Wochen? Das ist sportlich! Wir haben es ja seinerzeit etwas ruhiger angehen lassen. Und auch nicht den Wagen gewechselt: 40 km/h haben uns gereicht, um die Landschaft zu genießen 😉 Bin gespannt auf weitere Berichte!

    • Ich hab mich mit dem ersten Wagen nicht wohl gefühlt und nach einem Bremsmanöver mit Mehrfach-Drehung (zum Glück schickt mich meine Firma regelmäßig zum Fahr-Sicherheits-Training und endlich konnte ich das Erlernte einmal anwenden) habe ich mich zum Wagenwechsel entschieden. Und auf gar keinen Fall bereut, erst dann hat das Fahren richtig Spaß gemacht. Wir hätten auch auf einige coole Aktivitäten, wie Chobe Nationalpark, Skelettküste oder die Fahrt durch die Makgadikgadi-Salzpfannen verzichten müssen.
      Weitere Berichte folgen!
      Liebe Grüße
      Frauke

  • Hallo Ihr Beiden,

    völlig überraschend kam gestern, nach über 5 Wochen Reisezeit, Eure schöne Ansichtskarte bei uns an. Vielen, vielen Dank dafür. Wir haben uns sehr gefreut, dass Ihr auf Eurer fantastischen Reise durch Namibia an uns gedacht habt. Wo habt Ihr die Unterkünfte und den Mietwagen gebucht? Die Reisen sind noch einmal so gut, wenn alles Organisatorische klappt.
    Afrika begeistert auch uns. Wir kennen inzwischen schon Tunesien, Ägypten, ein Stück Marokko und ein Stück Kenia. Deshalb werden das hoffentlich nicht unsere letzten Besuche des schwarzen Kontinents gewesen sein.
    Wir freuen uns schon auf Eure weiteren Berichte und weiterhin alles Gute.

    • Liebe Weltenbummler,
      da war die Karte aber extrem lange unterwegs. Schön, wenn ihr euch trotzdem darüber gefreut habt.
      Die Reise habe ich lange im Voraus geplant. Den Mietwagen habe ich bei billiger.mietwagen.de gebucht. Da buche ich inzwischen immer meine Mietwagen, egal wohin es geht und bin sehr zufrieden damit.
      Bei den Unterkünften war es schon etwas aufwendiger. Manche habe ich auf booking.com gefunden, in den Nationalparks muss man über Namibia.Wildlife reservieren, manche Lodges habe ich auch direkt per e-mail angeschrieben.
      Aber die lange Vorbereitungszeit hat sich gelohnt, es war eine unvergessliche Reise.
      Das südliche Afrika ist einfach toll!

      Viele Grüße
      Frauke & Jojo

  • Namibia ist schon lange mein Traum und steht auf Platz 1 meiner Bucket Liste. Ich muss aber wohl noch warten, bis unsere Kids etwas größer sind …. Umso mehr freue ich mich über deine schönen Bilder, bin gespannt auf die weiteren Berichte! LG Stefanie

    • Hallo Stefanie,
      Namibia ist ein Traum :-). Ein wunderschönes Land! Wer Natur mag, der wird Namibia lieben. Allerdings ist es noch lange nicht so touristisch erschlossen, wie z.B. Südafrika.
      Meiner Meinung nach, sollten die Kinder auf jeden Fall zur Schule gehen. Zwar ist Namibia für Kinder ein einziges Abenteuer und Spaß ohne Ende – aber erst, wenn sie alt genug sind, auch die Anstrengungen dieser Reise zu meistern. Die Fahrstrecken sind ziemlich lang, sofern man etwas vom Land sehen will.
      Keine Sorgen muss man sich um die Sicherheit machen und die Menschen in Afrika sind ausgesprochen kinderlieb. Viele Farmen und Gästehäuser haben spezielle Angebote für Kinder im Programm.
      Du merkst, ich komme direkt wieder ins Schwärmen 🙂

      Liebe Grüße
      Frauke

  • Ich kann gut verstehen, dass Euch Namibia in seinen Bann gezogen hat. Das ist ein Land, das einen nicht mehr los lässt. Wandern mit Löwen ist ja atemberaubend! Und ein Besuch bei den Himbas ebenfalls. Ich habe dort zwar viele Jahre gearbeitet, aber die beiden Erlebnisse fehlen noch in meinen Namibia-Erlebnissen. Es wird wieder mal Zeit für eine Reise dorthin.

    • Beneidenswert! Wie kommt man denn an einen Arbeitspaltz in Namibia?
      Für mich eines der beeindruckendsten Länder, die ich je bereist habe.
      Mein Traum wäre eine Gästefarm in Namibia – man darf ja träumen. 🙂

      Liebe Grüße
      Frauke

  • Afrika hat mich bisher nie gereizt.
    Okay, die Big Five mal life erleben, das ist natürlich was.
    Aber Euer Bericht verspricht echt ein unfassbar geiles Erlebnis. Vielleicht sollte Namibia mal ne Chance geben.
    Roadtrips sind ja immer spitze und Euer Bericht und diese unfassbar schönen Fotos überzeugen mich schon.
    Danke für diesen phantastischen Einblick in einen für mich unbekannten Kontinent ( wenn man mal Ägypten unter den Tisch fallen lässt )

    • Wir waren viel in Europa, in USA und in Asien unterwegs – kein Kontinent hat uns jedoch so fasziniert wie das südliche Afrika.
      Wenn es nicht so sehr teuer wär, würden wir wahrscheinlich nur dorthin reisen. Auf jeden Fall, wenn es nach Jojo geht … 🙂
      Sambia, Uganda und Ruanda stehen ganz weit oben auf unserer Wunschliste.

      Liebe Grüße
      Frauke

  • Tolle Fotos, machen wirklich Lust auf Namibia! Liegt nur nicht auf unserer Segelroute. Gut, dass es Flugzeuge gibt! Ist jedenfalls in meiner Reiselöffelliste auf Pinterest vermerkt.
    Liebe Grüße
    Steffi

  • Was für eine großartige Landschaft! Als bekennender Wüstenfan ist es ja fast schon eine Schande, dass ich noch nie in Afrika war.
    Euer Bericht ist ein Grund mehr, dass irgendwann zu ändern.

    LG
    Gina

    • Als Wüstenfan wirst du Namibia lieben!
      Ein unglaublich faszinierendes und sehr spannendes Land, dass aber noch viel mehr zu bieten hat als nur Wüste!

      Liebe Grüße
      Frauke

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