Das verlassene Spukschloss Wolfskuhlen

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Marc und John von 1 Thing To Do haben zu einer  Blogparade aufgerufen. Das Thema: Reise vor der Haustür. Das hat uns auf eine Idee gebracht.
Während wir rund um die Welt reisen, sind wir immer auf der Suche nach Lost Places. Aber vor der Haustür haben wir uns noch nicht umgeschaut. Dabei haben wir ganz in der Nähe einen solchen Ort.

In einem idyllischen Wäldchen in Nordrhein Westfalen, genauer gesagt im niederrheinischen Hinterland, steht nämlich das wohl sagenumwobenste Haus des Ruhrgebiets: Das ehemalige Rittergut Wolfskuhlen.
 

Im Schloss Wolfskuhlen soll es spuken.

Wolfskuhlen ist seit Ewigkeiten verlassen und wie jedes solcher verlassenen Gebäude hat es eine eigene Geschichte – Spukerzählungen inclusive.
Nach dem zweiten Weltkrieg soll das einstige Herrenhaus als Kinderheim genutzt worden sein.
Im Internet überschlagen sich die Theorien, was hinter den alten Mauern passiert ist. Die Rede ist von einem Brand, bei dem Kinder ums Leben kamen. Andere reden von Morden im Kinderheim und Kindern, die spurlos verschwanden. Die Leichen sollen sich auf dem verwitterten Friedhof hinter dem Schloss befinden und zum Teil auch in den Wänden des Schlosses eingemauert sein.

Kein Wunder, dass das mysteriöse Gebäude bevorzugt von Besuchern frequentiert wird, die sich nicht nur durch dunkle Kleidung von dem Erscheinungsbild ihrer Mitmenschen abheben, sondern für die der alte Rittersitz geradezu eine Requisite darstellt für ihr okkultes Treiben.

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Aber auch für Fotografen ist Schloss Wolfskuhlen ein beliebter Anziehungspunkt und ein echter Lost Place.

Auch wir haben das „Spukschloss“ auf einer Fototour erkundet.
Und gleich vorweg, von Spuk war nichts zu merken. Wir haben keine merkwürdigen Luftzüge gespürt, keine Schreie oder Stimmen aus dem Keller gehört und auch keine Rufe im Garten. Noch nicht einmal die Armbanduhren sind stehengeblieben. Entweder sind dies nur Ammenmärchen oder der Geist ist 2017 nicht mehr aktiv. 😀

Erstmalig erwähnt durch Dietrich von Wolfskuhlen im Jahre 1335 blickt das Gelände und das heute stark zerfallene und einsturzgefährdete Gebäude auf eine ereignisreiche Vergangenheit sowie zahlreiche Besitzer zurück. Von der ehemaligen Burganlage mit den wehrhaften Mauern und Türmen sind heute keine sichtbaren Spuren mehr zu erkennen. An ihrer Stelle erhebt sich ein um 1800 gebautes, stattliches dreistöckiges Herrenhaus, über dessen Haupteingang sich noch immer das Wappen der Familie von Wevelinghoven Sittert befindet.

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Dass auf antiken Fotos imposant wirkende Herrenhaus steht heute als Ruine an seinem Platz und zerfällt zusehends. Nach einem Großbrand ist die gesamte Dach- und Deckenkonstruktion eingestürzt und auch die Witterungseinflüsse sowie nicht nachvollziehbarer Vandalismus machen der Substanz stark zu schaffen.
Zudem nagt der der Zahn der Zeit unverdrossen weiter an der Ruine.

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Dennoch umgibt das Gebäude eine besondere Atmosphäre. Schade nur, dass es mutmaßlich unter den Besuchern einige Spätpubertierende zu geben scheint, die die zauberhafte Aura des Herrenhauses durch arg misslungene Graffiti-Experimente und Müllberge stark beeinträchtigt haben.

In der Ruine gibt es trotzdem tolle Fotomotive. Aber seht selbst! Wir nehmen euch mit auf Fototour durch Schloss Wolfskuhlen:

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Bist du auch ein Fan von „Lost Places“? Wir sind für jeden Tipp in den Kommentaren dankbar!
 
 
Noch mehr Lost Places findest du hier. Kathrin vom Blog Travlgedengl sammelt Lost Places von Überall in der Welt. Schau doch mal rein!
 
 

geschrieben von
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