Verlassen, aber nicht vergessen!

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„Wie kommst du auf die Idee nach Tschernobyl zu reisen?“

Eine Standartfrage, wenn ich von meinem Vorhaben, die Sperrzone von Tschernobyl zu besuchen, erzählt habe. Dazu ungläubige Blicke und meist verständnisloses Kopfschütteln.
Meine Familie und die meisten meiner Freunde hielten es für eine wahnwitzige Idee.
 
 

Warum habe ich Tschernobyl besucht?

Zugegeben – ein typisches Reiseziel ist Tschernobyl sicher nicht. Mich hat ein Bericht im Netz neugierig gemacht. Jens von Overlandtour hat die Sperrzone im letzten Jahr besucht. Sein Bericht und die Fotos haben mich zutiefst beeindruckt und ich wusste sofort, irgendwann möchte ich diesen Ort mit eigenen Augen sehen.

Ob man dort als Tourist etwas zu suchen hat oder nicht, darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein.
 
 

Diese Reise hat eine lange Vergangenheit

Ich kann mich an den 29. Mai 1986, an dem die ersten spärlichen Meldungen über die Katastrophe in den Nachrichten bekannt wurden, noch sehr gut erinnern. Ich war 20 Jahre alt, lebte in der (damaligen) DDR und saß gespannt vor meinem klapprigen Radio im Studentenwohnheim.

„Die Bevölkerung der Deutschen Demokratischen Republik wird über eine Havarie im Kernkraftwerk Tschernobyl, bei der ein Reaktor beschädigt worden sei, informiert.“
Kein Wort von der Wolke, die über Europa hinweg zog und radioaktiven Regen mit sich brachte. Kein Wort, auch in den folgenden Tagen nicht, von kontaminierten Kühen und Kopfsalaten.

Tatsächlich zerstörte drei Tage zuvor, am 26. April 1986 um 1.24 Uhr eine Serie von Explosionen Reaktor und Gebäude des 4. Energieblocks im Kernkraftwerk Tschernobyl und setze große Mengen hochradioaktiven Materials aus dem Reaktorkern frei.
Von den radioaktiven Emissionen war nicht nur das nähere Umfeld betroffen, die Wolken zogen auch über weite Teile Europas und wurden von den Windströmungen sogar bis nach Japan getragen.

Der Größtmöglich Anzunehmende Unfall (ein sogenannter Super-GAU) hatte sich ereignet!

Beruhigen, beschönigen, belügen – das war die Strategie des SED-Staates im Umgang mit der größten Kernkraftwerk-Katastrophe aller Zeiten.
Im Westen wurden die Spielplätze geschlossen und Jodtabletten kursierten. (Das diese nur vor dem Fallout etwas nützen und nicht mehr danach, wissen zu diesem Zeitpunkt die Wenigsten.)
Im Osten hingegen ging das Leben nach dem GAU von Tschernobyl seinen ganz normalen Gang. Kinder spielten weiter im Sandkasten, wir aßen das Gemüse aus dem Garten, bei Temperaturen um die 20 Grad saßen wir in der Mittagspause im Park und liefen barfuß durchs Gras.
Risiken gab es offiziell keine. „Die Untersuchungen haben ergeben, dass keinerlei gesundheitliche Gefährdungen für die Bevölkerung bestanden habe oder bestehe“ hieß es.

Erst als die Panik, die in der Bundesrepublik ausgebrochen war, via West-Fernsehen auch die DDR erreichte, machte sich Angst breit.
Keiner hat überhaupt verstanden, was wirklich passiert war oder konnte die Gefahren irgendwie einschätzen.
Mit einem Schlag hatte sich die Welt verändert. Aus den Schönwetterwölkchen am blauen Himmel war eine Bedrohung geworden. Die Vorfreude auf ein Picknick im Grünen am ersten Mai schlug um in Angst. Saurer Regen war vergessen. Jetzt hatten alle Angst vor Atomregen.
Es war der Beginn einer noch lange anhaltenden Verunsicherung.

Mich hat das Thema nie ganz losgelassen. Ich habe sehr viel über die Katastrophe, aber auch über die Schicksale jener Menschen, deren Leben sich von einem auf den anderen Tag wandelte, gelesen.
 

32 Jahre später und 1.900 Kilometer weiter östlich stehe ich vor den Überresten vom jenem Reaktor 4, heute versteckt unter einem überdimensionalen Sarkophag.

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Der Sarkophag liegt in der Sperrzone von Tschernobyl: Ein Sperrgebiet, welches im Jahre 1986 mit einem Radius von 30 Kilometer um den havarierten Reaktorblock errichtet wurde.
Der Boden und die Natur in diesem Gebiet sind nach wie vor „verstrahlt“ und werden es auch in den nächsten hundert Jahren bleiben.
Mehr als 100.000 Menschen mussten damals ihre Heimat verlassen. Auch mehr als 30 Jahre später sind sie, bis auf wenige Ausnahmen, nicht in das belastete Gebiet zurückgekehrt.

Noch immer ist es verboten die Zone zu betreten!
Der Zugang zu diesem Sperrgebiet wird von der ukrainischen Miliz kontrolliert und ist nur mit einer Sondergenehmigung möglich.
 
 

2 Tage in der Sperrzone von Tschernobyl

Eine Reise nach Tschernobyl – wer möchte eine Gegend besuchen, in der die größte Nuklearkatastrophe aller Zeiten stattgefunden hat?
Die Antwort: immer mehr Menschen interessieren sich dafür.

Und so gibt es mittlerweile offiziell organisierte Touren in die Sperrzone von Tschernobyl.
Genau so einer schließe ich mich an. ALT="Sperrzone von Tschernobyl"
Ich habe mich für eine 2-Tages-Tour mit einer Übernachtung in der Sperrzone entschieden und diese über den Anbieter Chernobylwel.come gebucht.
 
 

Reise in die Sperrzone von Tschernobyl – Tag 1

Wir treffen uns morgens um 8 Uhr am Hauptbahnhof in Kiew. Unsere kleine Gruppe besteht aus 9 Personen: 2 Franzosen, 1 Schwede, 1 Pole und 5 Deutsche.
Bevor die Fahrt beginnt, überprüft Ludmilla, unser Guide, die vorab übermittelten Passdaten ganz genau. Nur mit einem gültigen Reisepass und einer Sondergenehmigung, welche der Veranstalter im Vorfeld für uns beantragt hat, erhält man Zugang zur Sperrzone.
Dann geht es los. Während der Busfahrt, die etwa eineinhalb Stunden dauert, erklärt uns Ludmilla alles Notwendige und weißt uns in den Umgang mit dem Geiger-Müller-Zähler (einem Zählrohr zur Messung von radioaktiver Starhlung), den jeder kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommt, ein. Wir erhalten Karten und Atemschutzmasken und schauen uns einen sehr informativen Dokumentarfilm an.
 
 

Einfahrt in die Todeszone

Gegen 9.30 Uhr erreichen wir den Dytyatky Checkpoint.
Der Zutritt zur Sperrzone ähnelt einer Grenze, ein Schlagbaum versperrt die Einfahrt. Militär und Polizei überwachen den Zugang, hinter Schildern, die vor erhöhter Strahlung warnen.


Während wir warten, erklärt uns Ludmilla noch einmal ganz genau die Spielregeln und weist uns auf mögliche Gefahren hin. Nichts mitnehmen, nichts anfassen, nicht hinsetzen! Dinge, die selbstverständlich sein sollten.
Jeder muss ein Papier unterzeichnen, dass der Aufenthalt in der Zone auf eigene Gefahr erfolgt. Nichts Ungewöhnliches – solche Papiere hat man mir auch bei anderen abenteuerlichen Touren in die Hand gedrückt.

Nun überprüft ein Militärangehöriger unsere Pässe und die notwendigen Genehmigungen.
Nach der Ausweiskontrolle öffnet sich der Schlagbaum und wir dürfen die todbringende Strahlenwüste betreten.
 
 

Das Dorf Zalissya

Kurz hinter dem Checkpoint machen wir den ersten Stopp und spazieren in einen Waldabschnitt. Schon bald sehen wir erste verlassene und teils zerfallene Häuser – die Reste vom Dorf Zalissya. Einst lebten hier mehrere hundert Menschen, heute erobert sich die Natur die Ruinen zurück.
Zalissya ist eines von ungefähr 90 Dörfern, die nach der Katastrophe vollständig evakuiert wurden. Allerdings blieb der kleinen Siedlung das Schicksal der umliegenden Dörfer erspart. Die meisten wurden mit dem Bulldozer dem Erdboden gleich gemacht. Lediglich Markierungen in alten Karten erinnern noch an sie.

ALT="Sperrzone von Tschernobyl"Eine unwirkliche Stimmung macht sich breit.
Wir haben strahlend blauen Himmel und rundherum ist alles idyllisch grün. Das Strahlenmessgerät an unseren Handgelenken zeigt 0,15 Mikrosievert/Stunde, ein Bruchteil von 1 Sievert, der Maßeinheit für Strahlenbelastung. Nicht viel mehr als in Kiew und kein Grund zur Besorgnis! Trotzdem fühlt es sich fremd an.

Die Region ist eine Risikolandschaft.
 
Wir betreten die verlassenen Häuser und realisieren erst jetzt so richtig, was hier wirklich passiert ist.
Von den Wänden blättert die Farbe ab, Fensterscheiben sind zerbrochen. Überall entdecken wir (teils bizarr arrangierte) Schaustücke, die den Horror dieses Ortes symbolisieren: Puppen, die mit verrenkten Gliedern im Gras liegen oder Gasmasken, die wie Früchte an Bäumen hängen.
Man kann die Panik erahnen, in der die Menschen damals ihr zu Hause verließen.
Seit mehr als 30 Jahren stehen die Häuser leer, trotzdem ist es ein beklemmendes Gefühl in die Privatsphären der Familien einzudringen.

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Tschernobyl – noch 18 Kilometer bis zum Reaktor

Die nächste Station unserer Tour ist die Stadt Tschernobyl, die mit ihrem Namen stellvertretend für die Gefahren der Kernenergie steht.
Das war nicht immer so. Das Ortseingangsschild mit dem Atomlogo erinnert an bessere Zeiten, als die Bewohner mit Stolz auf das Kraftwerk in der Nähe blickten.

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Heutzutage ist Tschernobyl nur noch eine Schlafstadt für die ca. 3.000 Arbeiter, die sich bis zu 14 Tage am Stück in der Zone aufhalten.
Es gibt einen kleinen Supermarkt, Wohnheime und sogar ein Hotel mit angrenzendem Café.
Die Straßen sind verwaist. Lediglich auf den Gehwegen sind einige Menschen zu sehen: Männer wie Bäume, mit Tarnjacken, blauen Arbeitshosen und unlesbaren Gesichtern.

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Wir sehen uns ein wenig in Tschernobyl um, besuchen die Denkmäler im Memorial Park und fahren dann zum Hotel.
Hier erwartet uns bereits ein leckeres ukrainisches Essen. Anschließend beziehen wir unsere Zimmer und schon geht die Tour weiter.


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Das Geheime Tschernobyl 2 – die Abhörstation

Unser nächstes Ziel ist die ehemalige Militärstadt „Tschernobyl 2“.
Von Tschernobyl hat (fast) jeder schon einmal gehört, von Tschernobyl 2 wahrscheinlich die wenigsten. Die gigantische Anlage war eine von drei sowjetischen „Hinter dem Horizont“ Radarstationen und unterlag der strengsten militärischen Geheimhaltung. Selbst die Bewohner der nur 12 Kilometer entfernten Stadt Pripyat wussten nicht genau, worum es sich bei dem Ungetüm, das über den Wald herausragte, tatsächlich handelte.

Die einzige Zufahrt zum Gelände ist ein holpriger Weg aus aneinander gereihten Betonplatten, welche mich sofort an die Panzerstraßen der Sowjetarmee in der ehemaligen DDR erinnern. Der Weg führt kilometerweit durch einen dichten Nadelwald, rechts und links kann man noch Sperrzäune erkennen.

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Nach etwa 45 Minuten holpriger Fahrt werden langsam die gewaltigen Umrisse der Anlage sichtbar. 150 Meter reckt sich die gigantische Metallkonstruktion in die Höhe und ist fast 800 Meter lang.

Vor einem grünen, mit silbernen Sowjetsternen verzierten, Tor endet unsere Fahrt. Ein entspannter Wachmann öffnet uns nach einem kurzen Check das Tor. Von hier aus geht es zu Fuß auf Erkundungstour in die geheime Welt.

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Der Ort trägt viele Namen: “Russian Woodpecker”- für das typische Specht-ähnliche Klopfgeräusch im Radioempfang, „Das Auge Moskaus“ oder “DUGA-3“ – als Bauartbezeichnung. Um für Verwirrung beim potentiellen Feind zu sorgen, wurde tatsächlich der bescheidene Name “Tschernobyl 2” genutzt. Auf Landkarten war das Objekt als Ferienlager getarnt.

Die Besonderheit dieses Ortes können wir schon beim Betreten hören. Es klingt, als würde gleich eine Formation fliegender Roboter in den Wald stürzen. Das Geräusch stammt vom Wind, der durch die Metallbojen, die mit tausenden Sendedrähten verbunden sind, streicht.
„Herzlich willkommen am größten Radar der Welt.“

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Das Radarsystem war das Herzstück der sowjetischen Atomkriegspolitik.
Von hier aus wurde die USA abgehört und zusätzlich war es ein Frühwarnsystem für abgeschossene Atomraketen aus Amerika.
Dass die Sowjets ihre Horchanlage ausgerechnet dort aufgebaut haben, erscheint logisch. Um das Ungetüm am Laufen zu halten war jede Menge Energie notwendig. Dank der nahen Reaktoren gab es in Tschernobyl Strom im Überfluss und dazu auch noch ohne Unterbrechung. Das war damals in der Sowjetunion keine Selbstverständlichkeit.
 
 

Der Kindergarten von Kopachi – Nur noch 7 km bis zum Reaktor

Nach einer erneuten Ausweiskontrolle passieren wir die ebenfalls streng bewachte Zehn-Kilometer-Zonengrenze innerhalb der Sperrzone.
Unser Ziel: Der Kindergarten von Kopachi, eines der wohl am häufigsten fotografierten Motive der Sperrzone. Auf den rostigen Gitterbettchen sitzen verstaubte Puppen und Teddybären, die Kleidung schon längst vermodert, überall liegen Spielsachen herum und in den Regalen stehen winzige Kinderschuhe.

Stumme Zeugen der Katastrophe!
Und plötzlich sind sie da, die Bilder von Kindern mit ängstlichen, fragenden Blicken. Bilder von aufgeregten Betreuern, die in aller Eile den Kindergarten evakuierten.
Ein Anblick, der Gänsehaut verursacht und wohl keinen unberührt lässt!

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Vor dem Kindergarten zeigt uns Ludmilla die Tücken der Radioaktivität.
Ein Warnschild markiert einen „Hotspot“. Ein seltsames Gefühl! Unbehagen! Man riecht nichts. Man sieht nichts. Man schmeckt nichts. Man kann auch nichts fühlen. Trotzdem signalisiert das Piepsen des Geigerzählers, dass etwas nicht stimmt. 6,27 Mikrosievert pro Stunde!

Lieber nicht stehen bleiben. Nur wenige Schritte weiter und das Piepsen hört auf.
Von diesen Hotspots gibt es einige in der Zone. Es sind Orte oder Gegenstände mit besonders hoher Radioaktivität. Stellen, die man besser meiden sollte.
Keiner weiß genau, warum manche Flächen so verstrahlt sind, während nur zehn Zentimeter daneben die Strahlung so normal ist, wie in ganz Europa sonst auch.
 
 

Reaktor 4 und der neue Sarkophag

Nächste Station: der Katastrophenreaktor, riesig und drohend, ummantelt von Beton, dem sogenannten Sarkophag. Erst im November 2016 wurde die neue mobile Hülle fertiggestellt, die für die nächsten 100 Jahre den Austritt von Radioaktivität verhindern soll.

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Erstaunt blicken wir auf die Geigerzähler. Der Mantel aus Blei und Beton scheint zu funktionieren. Die Gammastrahlung ist hier, direkt am Ursprungsort des Desasters, erstaunlich niedrig. Die Strahlung beträgt „nur“ 1,17 Mikrosievert pro Stunde. Zwar mehr als die Normalbelastung, aber deutlich unter der Strahlendosis bei einem Transatlantikflug.

Es ist verrückt und unwirklich: Ich stehe an einer Stelle, die mir vor 32 Jahren den sicheren Tod gebracht hätte. Heute leuchtet der Sarkophag in der Abendsonne und nur ein Mahnmal erinnert noch an die schreckliche Katastrophe.

Der Sarkophag über dem havarierten Reaktorblock, das größte bewegliche Bauwerk der Welt, ist jedoch auch nur eine temporäre Lösung. Das Gewölbe ist so groß, dass die Pariser Kathedrale Notre Dame darin verschwinden könnte, 36.000 Tonnen wiegt die Konstruktion aus Beton und Stahl.
Eine nachhaltige oder Endlösung hat man nach wir vor nicht gefunden. Auch mehr als 30 Jahre nach der größten von Menschen verursachten Katastrophe zermartert sich die Wissenschaft das Hirn. Immerhin hat man nun 100 Jahre Zeit, um eine endgültige Lösung zu finden, sofern dies überhaupt möglich ist. Die Zeit läuft!
 
 

Sperrstunde in Tschernobyl

Es ist Abend geworden in der Sperrzone. Wir machen uns auf den Weg zum Hotel. Bis 18.00 Uhr müssen wir die 10-Kilometer-Zone verlassen haben.

Am Checkpoint stoppen wir, der Schlagbaum versperrt die Straße. Ein Wächter im Tarnanzug schlappt heran. In seiner Faust ein Gerät, an dem eine lange Stange befestigt ist. Deren Spitze führt er über die Reifen unseres Busses und misst dort die Strahlung. Ein zweiter Wachposten, an dessen Schulter ein Sturmgewehr baumelt, schaut ihm gelangweilt dabei zu.
Wir müssen aussteigen und werden in eine Baracke geführt, die als Schleuse dient. Wer auf die andere Seite des Checkpoints möchte, muss sich, ähnlich wie am Flughafen, einem Ganzkörperscan unterziehen. Bei diesem Check werden jedoch keine unerlaubten Gegenstände gesucht, sondern die Strahlenwerte überprüft.

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Wenn nach einigen Sekunden endlich ein grünes Licht aufleuchtet, bedeutet dies, dass Mensch und Kleidung nicht kontaminiert sind. Alles im normalen Bereich – wir müssen nichts und niemanden zurücklassen.
Eine Metallschranke gibt den Weg frei.

Auch am nächsten Tag müssen wir diese Prozedur noch öfter über uns ergehen lassen.
 
Bevor wir ins Hotel fahren, machen wir noch einen Abstecher in den Tante-Emma-Laden in Tschernobyl.
Die Verständigung ist nicht so einfach. Englische Wörter fallen und finden kein Verständnis. Erst als die Finger auf die Auslage in den Regalen zeigen, versteht man uns.

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Wir sind spät dran, im Hotel steht bereits das Abendessen auf dem Tisch. Es gibt Hähnchen mit Reis und ein Schälchen Salat. Wir sind hungrig und essen schweigend.
Auch nach dem Essen will keine richtige Stimmung aufkommen. Alle hängen ihren Gedanken nach. Zu bewegend, zu ergreifend waren die Erlebnisse des Tages. Schon bald sind alle in ihren Zimmern verschwunden.

Vorher noch eine letzte Ermahnung von Ludmilla: Keiner darf von 22.00 bis 7.00 Uhr am Morgen das Hotel verlassen. Dann ist Sperrstunde! Für alle in der Zone! Nur die eine oder andere Armee Patrouille wird man nachts auf den Straßen treffen.
Und die Hunde! In der Ferne hören wir sie bellen – die vergessenen Hunde von Tschernobyl. Als die Menschen evakuiert wurden, blieben die Haustiere zurück. Heute leben hunderte Streuner in der Sperrzone.

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Reise in die Sperrzone von Tschernobyl – Tag 2

Die Nacht war ein wenig unheimlich und sehr kalt. Der Heizkörper unterm Fenster – nur Attrappe, da er kein Ventil besitzt. Die Heizperiode beginnt in der Ukraine erst am 15. Oktober. Es gehört, wie ich auf der Reise leidvoll erfahre, zu den Überbleibseln des sowjetischen Sozialismus, dass unabhängig von der Außentemperatur (am Morgen zeigt das Thermometer 2 Grad an) nach Plan geheizt wird.

Das Frühstück wird im ebenfalls eiskalten Restaurant serviert. Erst ein heißer Kaffee weckt die Lebensgeister.

Heute steht Pripyat, die „Tote Stadt“, auf unserem Plan. Den ganzen Tag haben wir für einen Streifzug durch die Geisterstadt zur Verfügung.
 
 

Pripyat, die Geisterstadt

Einfahrt in die 10–Kilometer-Sperrzone und Ankunft in Pripyat. An einer Kontrollstation zieht ein Wärter den Schlagbaum hoch. Der Ort besitzt seine eigene Sperrzone innerhalb der Sperrzone.

Unser Bus holpert über die Leninallee, die einstige Hauptstraße, die ins Stadtzentrum führt. Links und rechts schauen Plattenbauten durch Bäume und Gestrüpp. Überall bröckelt der Putz von den Wänden, die meisten Fensterscheiben sind kaputt oder fehlen.
Die Wohnungen dahinter sind in Finsternis getaucht. Kein Leben weit und breit, kein künstliches Licht, nirgendwo! Straßenzug für Straßenzug.
Die Stadt wirkt die die Kulisse in einem Science-Fiktion Film.

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Nur die Natur schleicht sich in die Bauten – in den (einst sicherlich) prächtigen Kulturpalast, in den Vergnügungspark, der nie eröffnet wurde, in das Schwimmbad, das Kino, das Hotel, den Supermarkt, die Schulen und die Kindergärten.
Die Gebäude sehen aus, als ob ihnen mit den Menschen auch ihre Aufgaben abhanden gekommen sind.

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Einst lebten 50.000 Menschen in Pripyat, das 1970 als Vorzeige-Neubaustadt der sozialistischen Moderne, für die Arbeiter des nahe gelegenen Kraftwerkes, erbaut wurde.

Am 27. April gegen Mittag (36 Stunden nach dem Unglück) wurde die Bevölkerung der Stadt aufgefordert, sich auf drei Tage Abwesenheit einzustellen. Es habe einen Unfall im Kraftwerk gegeben, hieß es. Um 14.00 Uhr begann die Evakuierung der ca. 50.000 Menschen, die zu diesem Zeitpunkt in Pripyat lebten. Zweieinhalb Stunden später war die Stadt leer.
Keiner der Bewohner kehrte jemals zurück. Bis heute gilt die ehemalige Musterstadt als unbewohnbar.

Ein Spaziergang durch Pripyat ist eine stille Reise in die Vergangenheit.
Das verwilderte „Freiluftmuseum“ ist ein einzigartiges Dokument sowjetischer Stadtplanung, eine Zeitkapsel, die aufgrund einer Katastrophe erhalten wurde.

Noch mehr Infos und Fotos aus Pripyat und den anderen verlassenen Orten findest du hier.
 
 

Aufbruch – wir verlassen die Sperrzone

Gegen 15.30 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Obwohl wir den ganzen Tag in Pripyat verbracht haben, haben wir nur einen Teil der Stadt kennen gelernt. Die Zeit verging viel zu schnell und gern wären wir noch länger geblieben.

Aufbruch, zwei Checkpoints, eine letzte Kontaminationskontrolle mit Ganzkörperscan, ein spätes Mittagessen im Hotel, Rückfahrt.
Gegen 19.00 Uhr erreichen wir den Hauptbahnhof von Kiew.
 
 

Mein Fazit zu diesem ungewöhnlichen Reiseziel:

Obwohl ich die Geschehnisse von damals kannte, war ich nicht vorbereitet, auf das, was ich gesehen und erlebt habe.
Niemals werde ich meinen Besuch in Tschernobyl vergessen.
Die verrosteten Bettchen im Kindergarten, die verstaubten Puppen in den Regalen, die aufgeschlagenen Bücher auf den Schultischen – all die Bilder, die sich eingebrannt haben. Verstörend, beklemmend, erschütternd, tief bewegend, traurig, intensiv, aber gleichzeitig auch beeindruckend und mahnend!

Als Otto Hahn und Fritz Strassmann 1938 in Berlin erstmals ein Atom spalteten, glaubte die Welt an den bedeutendsten menschlichen Fortschritt seit der Zähmung des Feuers.
Mehr als ein halbes Jahrhundert später ist das Symbol des Atoms mit seinen kreisenden Elektronen kein Zeichen mehr für den Triumph der Technologie, sondern ein Sinnbild des Todes.

In der Sperrzone wird einem schlagartig bewusst, was wir Menschen unserer Erde antun.
Tschernobyl ist eine Katastrophe, die niemals endet! Ganze Landstriche wurden für immer unbewohnbar.
Wer heute nach Tschernobyl reist, findet allerdings keine atomar verstrahlte Wüste vor. Auch keine vor sich hin vegetierenden Mutanten. Die Sperrzone wirkt wie ein grünes, scheinbar intaktes Naturparadies, das die Hinterlassenschaft der Menschen in Besitz nimmt. Die Natur durfte sich seit mehr als 30 Jahren, ohne durch den Menschen beeinflusst, entwickeln.

Vor der Reise haben mich viele für verrückt erklärt. Im Nachhinein muss ich sagen: Ich bin froh, nicht auf diese Stimmen gehört zu haben.
Natürlich hatte ich ein mulmiges Gefühl, als ich die Reise antrat, aber das Interesse und die Neugier waren stärker.
Heute bin ich sehr dankbar, dass ich diesen Ort besuchen durfte. Kein Buch, kein Film, keine Reportage bringen einem die Geschichte näher, als die Eindrücke vor Ort.

Wenn du dich ein wenig für die Geschehnisse um die Katastrophe von Tschernobyl interessierst, kann ich dir die Tour uneingeschränkt empfehlen.
 
 

Ist das nicht gefährlich?

Man sieht sie nicht, man spürt sie nicht. Und doch umgibt uns täglich radioaktive Strahlung, die im Normalfall ungefährlich ist: Beim Röntgen, auf Reisen und sogar beim Spazierengehen trifft Radioaktivität unseren Körper.
Ausweichen können wir ihr nicht. Radioaktive Strahlung gibt es auf der ganzen Welt und sie ist immer da, auch ganz ohne Tschernobyl oder Fukushima.

Gemessen wird die biologische Wirkung von radioaktiven Strahlung auf Menschen, Tiere oder Pflanzen in der Maßeinheit Sievert (Sv). Da ein Sievert jedoch bereits eine sehr große Dosis ist, gibt man die Strahlung üblicherweise in tausendstel Sievert (Millisievert, mSv) oder (wie unsere Geigerzähler) in millionstel Sievert (Mikrosievert, μSv) an.
Nach Angaben des BfS (Bundesamt für Strahlenschutz) liegt die natürliche Belastung in Deutschland bei durchschnittlich 2,1 Millisievert pro Jahr.

Erhöht wird die Strahlenbelastung durch medizinische Untersuchungen wie Röntgen, aber auch durch Flugreisen.
So liegt zum Beispiel die Belastung bei einem Flug von Frankfurt nach San Francisco bei ca. 0,045 bis 0,110 Millisievert, bei einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs bei ca. 0,05 Millisievert.
 
Ich habe vor meiner Reise viel über Tschernobyl gelesen und mich über die aktuelle Strahlenbelastung informiert. Ich möchte es mir nicht anmaßen an dieser Stelle darüber zu urteilen, ob es sicher ist diesen Ort zu besuchen oder nicht. Letztendlich muss es jeder für sich selbst entscheiden.

Auf der Rückfahrt nach Kiew zeigten unsere Geigerzähler eine Gesamtbelastung von 0,4 Mikrosievert (entspricht 0,0004 Millisievert) für das gesamte Wochenende an. Vermutlich habe ich auf dem Flug nach Hause mehr Strahlung abbekommen.
 
 

Infobox:

  • Um die Sperrzone in Tschernobyl zu betreten, benötigst du eine spezielle Genehmigung, die mindestens 10 Tage vorher angemeldet werden muss.
    Diese kannst du (wenn es deine Ukrainisch-Kenntnisse zulassen) bei der Staatsagentur zur Verwaltung der Tschernobyl-Zone selbst beantragen oder im Rahmen einer geführten Tour ausstellen lassen.
  • Egal für welche Variante du dich entscheidest, die Sperrzone darfst du NUR in Begleitung eines lokalen Guides betreten.
  • Es werden verschiedene Touren in die Sperrzone angeboten.
    Die Tagestour bietet Fotostopps und kurze Exkursionen zu Fuß und kostet ab 90 Euro. Zweitagestouren beinhalten zusätzlich eine Übernachtung in der Stadt Tschernobyl sowie Verpflegung. Sie kosten ab 279 Euro.
    Es gibt inzwischen mehrere Anbieter, beispielsweise Chernobylwel.come, Chernobyl Tour, SoloEast Travel, und Tour Chernobyl.
    Ich habe mich für eine Zweitagestour mit einer Übernachtung entschieden und kann den Anbieter Chernobylwel.come sehr empfehlen. Sie übernehmen sämtliche Formalitäten, vermitteln sehr viele Informationen und die Sicherheit steht, während der gesamten Tour, an erster Stelle. Die Tour startet und endet am Hauptbahnhof in Kiew.
  • Du benötigst einen gültigen Reisepass und solltest diesen während der gesamten Tour griffbereit mit dir führen. Je nach Laune der Beamten musst du diesen an den Checkpoints vorzeigen.

 
 

Sonstige Hinweise und Tipps:

  • Sei dir stets bewusst, welche Risiken die Reise mit sich bringen kann.
  • Die Verhaltensregeln, die man in der Zone akzeptieren muss, sind sehr streng und restriktiv. Du solltest die Anweisungen deines Guides unbedingt befolgen!
  • Die maximale Aufenthaltsdauer für Besucher in der Sperrzone beträgt 5 Tage.
  • Personen unter 18 Jahre haben keinen Zutritt in die Sperrzone.
  • Um 22 Uhr ist für alle Sperrstunde!
  • Die Ausgangskontrollen auf Strahlung an den Checkpoints sind Pflicht!
  • Nimm dir ausreichend Wasser für einen Tag mit. In der Sperrzone gibt es, mit Ausnahme der Stadt Tschernobyl, keine Möglichkeit zum Einkaufen. Übernachtest du in der Zone wirst du am Abend Gelegenheit haben deine Vorräte für den nächsten Tag in Tschernobyl aufzufüllen.
  • Geeignete Kleidung (lange Kleidung, feste Schuhe) ist unbedingt erforderlich.
  • Da sich der Staub besonders an den Schuhen sammelt, sind Wechselschuhe keine schlechte Idee. (Ich hatte leider keine dabei.)
  • Nimm nur das Notwendigste mit auf die Tour. Dein restliches Gepäck kannst du in der Gepäckaufbewahrung am Hauptbahnhof abstellen. Diese befindet sich unter dem Hauptbahnhof, folge einfach den Anzeigetafeln.

 
 
Habe ich dich ein wenig neugierig gemacht oder würde eine Reise in die Sperrzone für dich niemals in Frage kommen? Warst du vielleicht sogar schon in Tschernobyl unterwegs?
Ich freue mich über deinen Kommentar!
 
 
Noch mehr Reiseberichte aus Tschernobyl und der Ukraine findest du hier.
 
 

geschrieben von
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12 Kommentare

  • Hallo Frauke,

    das finde ich klasse, dass ich dich inspirieren konnte nach Tschernobyl und Prypjat zu reisen. Ich war damals ja leider nur ein Tag da, aber ich habe vor die Ukraine mehr zu bereisen, dann werde ich schauen mal zwei Tage nur nach Prypjat zu fahren. Die verlassene Stadt hat so richtig seinen Reiz und dein Beitrag hat die Reiselust das zu machen noch verstärkt!

    Viele Grüße
    Jens

    • Hallo Jens,
      es ist immer wieder toll, zwischen Unmengen an Informationen im Netz, Reiseberichte zu entdecken, die neugierig machen. Neugierig auf Ziele, die ungewöhnlich sind. Dein Bericht gehört definitiv dazu. Danke dafür!
      Die 2-Tagestour kann ich dir unbedingt empfehlen. Tatsächlich hätte ich auch noch einen dritten Tag dran hängen können. Auch in 2 Tagen kann man längst nicht alles besuchen.
      Liebe Grüße
      Frauke

  • Hallo Frauke,

    ich finde deine Fotos phantastisch-grauenvoll. Ja, eigentlich würden sie mich neugierig machen. Tatsächlich ist mir mulmig bei dem Gedanken. Vielleicht bin ich aber auch nur zu schlecht informiert (ich bin gar nicht informiert, so schaut’s aus).

    1986 war ich schwanger und voller Sorge. Ich weiss es nicht, ob ich da unbedingt hinmuss…

    Liebe Grüße

    Birgit

    • Hallo Birgit,
      ich kann die Reise empfehlen, aber letztendlich muss das jeder für sich entscheiden.
      Man sollte sich im Vorfeld auf jeden Fall gut informieren. Mulmig war mir natürlich auch – während der ganzen Tour. Es ist einfach so unwirklich.

      Liebe Grüße
      Frauke

  • Hallo Frauke, deine Bilder sind sehr, sehr eindrücklich und so gut fotografiert, das mir beim bloßen Anschauen ein enges Gefühl in der Brust entsteht. Besonders das Bild der Puppe mit der Maske inmitten der vielen Schläuche geht mir gar nicht mehr aus dem Kopf.
    Ich bin 2 Tage nach der Katastrophe 7 Jahre alt geworden. Ich erinnere mich sehr gut, welche Angst meine Mutter um unsere Familie hatte. 4 Wochen später wurde meine Schwester geboren. Ich selbst war ziemlich sauer – ich hatte das erste Mal selbst Radieschen gepflanzt und wartete stolz auf meine erste Ernte. Die konnte ich dann vergessen, alles landete im Müll. Als 7jährige war das für mich echt gemein und schwer zu begreifen.
    Danke, dass du deine Eindrücke mit uns teilst. Es ist sehr bewundernswert, dass du auch solche Reiseziele nicht scheust sondern genau hinschaust. Liebe Grüße, Nina

    • Hallo Nina,
      danke für deine lobenden Worte.
      Selten hat mich eine Reise so bewegt, wie diese. Eigentlich bräuchte ich die Fotos gar nicht, die Bilder haben sich fest eingebrannt. Bilder, die ich nie wieder vergessen werde.
      Ich denke es ist wichtig an diesen Ort zu erinnern.

      Liebe Grüße
      Frauke

  • Hallo Frauke,

    großes Kompliment – toller, informativer Bericht! In letzter Zeit begegnen mir immer wieder Berichte über Tschernobyl und die Möglichkeit, diesen Ort zu besuchen und ich muss zugeben: Meine Neugier ist geweckt. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs war ich 3 Jahre alt und lebte in Polen, also habe ich nur die Erzählungen meiner Mama und keine Erinnerung daran.

    Vielen Dank auch für die ausführlichen Tipps zu den unterschiedlichen Tourenanbietern, die werde ich mir näher anschauen.

    Liebe Grüße
    Magdalena

    • Hallo Magdalena,
      ich freu mich, wenn ich dich mit meinem Bericht neugierig machen konnte. Auch wenn du keine Erinnerungen an dieses Ereignis hast, der Besuch in der Sperrzone ist für jeden ein „etwas anderes“ Erlebnis. Erst dort kann man wirklich erahnen und fühlen, was damals passiert ist.
      Wenn du noch Fragen hast, melde dich gern.

      Liebe Grüße
      Frauke

    • Hallo Laura,
      für viele schwer vorstellbar, aber die Reise hat mir wirklich viel bedeutet. Es war eine eine Reise in die Vergangenheit. Das Thema wird mich trotzdem weiter interessieren, aber ich habe auf viele Fragen Antworten bekommen.
      Liebe Grüße
      Frauke

  • Hallo Liebe Frau Lilius,

    Sehr schöne Bilder und ein sehr schöner Bericht,ich war 2016 auch 7 Tage vor Ort und im Block 2 und traf 3 Helden die noch Leben und werde auch bald wieder vor Ort sein und 2018 vor Ort Ausstellen. Ich finde es sehr GUT das man die Geschichte mit RESPEKT aufrecht erhällt wir dürfen die Helden nicht vergessen denn sie haben für uns ihr Leben gelassen.
    Mit Besten wünschen Kai.K..SA&F…PS bei Fragen Schreiben sie mir ruhig.

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