Budapest – unsere Reisetipps für die ungarische Hauptstadt

Budapest die „Perle an der Donau“

Budapest ist für zwei Dinge weltbekannt: sein Gulasch und die größten Thermalanlagen in Europa.

Aber die Stadt hat noch mehr zu bieten. Uns hat Budapest mit dem wohl schönsten Fluss-Panorama in Mitteleuropa überzeugt. Denn wir lieben Städte am Wasser. Dabei ist es egal, ob am Meer oder an Flüssen. Das wohlproportioniert beidseits der Donau liegende Budapest hat sich sofort einen Platz in unseren Herzen erobert und zählt ab sofort zu unseren Lieblingsstädten.

Budapest hat uns so richtig überrascht! Ich kenne Budapest aus der Vorwendezeit und war in den 80er Jahren öfters dort. Nicht dass ich Vorurteile hatte, ich war einfach gespannt, was uns erwartet.
Fakt ist: Budapest hat sich sehr verändert. Der Wandel ist deutlich sichtbar. Die Stadt ist weltoffen und bietet eine spannende Mischung aus einer gemächlichen europäischen Hauptstadt mit einer prachtvollen Architektur und einem kosmopolitischem Bienenstock.
 
 

Budapest die überdimensionierte Hauptstadt

Budapest ist mit seinen rund 1,7 Millionen Einwohnern nicht nur die Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt Ungarns.

Unter dem gegenwärtigen Namen ist Budapest eine relativ junge Stadt.
Sie entstand im 19. Jahrhundert aus dem Zusammenschluss von drei eigenständigen Städten und verbindet heute zwei in einem: Buda und Pest.
Getrennt durch die Donau liegt das grüne, hügelige, mit einer Burg gekrönte Buda auf der einen und das kommerzielle, pulsierende Pest auf der anderen Seite.

Die Anfänge einer städtischen Siedlung reichen allerdings viel weiter zurück. Auf dem Gellertberg bauten bereits die Kelten eine Siedlung.
 
 

Budapest vor Ort erleben

Die ungarische Hauptstadt ist eine Stadt mit Geschichte und ein ideales Ziel für eine Städtereise. Sofern du die Stadt noch nicht kennst, solltest du sie auf jeden Fall in deine Reisepläne aufnehmen.
 
Hier kommen unsere 19 persönlichen „must-do’s“ für einen Besuch in Budapest:
 

Die Stadt zu Fuß erkunden

Budapest kannst du am besten entdecken, wenn du die bekannten Sehenswürdigkeiten mit Spaziergängen durch die dazwischen liegenden Viertel verbindest.
Erst beim Bummel durch die rechteckig angelegten, engen Seitengassen mit den alten Mietshäusern bekommst du eine Ahnung von dem Lebensgefühl, was die Stadt ausmacht.
 
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Dabei solltest du unbedingt:

Einen Blick in die kleinen Tante-Emma-Läden werfen

Während sich die klassischen Einkaufsstraßen kaum von anderen Fußgängerzonen irgendwo in Europa unterscheiden und du in den Einkaufszentren die gleiche Auswahl wie bei uns vorfindest (nur oftmals zu höheren Preisen), wirst du in den kleinen Seitenstraßen immer wieder auf erstaunliche, abstruse und einzigartige Dinge stoßen.
Im Gewusel der Gassen kannst du zwischen netten kleinen Cafés reihenweise schöne, alternative Läden mit Kleidung und allerlei Krimskrams, aber auch spannende und obskure Fachgeschäfte entdecken. Manche der Läden stammen noch aus grauer Vorzeit und die Schaufenster scheinen seit Ewigkeiten keine Veränderung erlebt zu haben.
 
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Das Burgviertel erkunden

An erster Stelle der sehenswerten Orte in Budapest steht eindeutig das seit 1987 im UNESCO Weltkulturerbe stehende Burgviertel. Das Burgviertel ist der älteste erhaltene Stadtteil von Budapest. Als Keimzelle des ehemals selbstständigen Buda thront „die Burg“ auf einem 60 Meter hohen Hügel hoch über der Donau.

Hinauf kommst du entweder mit dem Bus Nr. 16, zu Fuß (dauert keine 10 Minuten) oder mit der nostalgischen Standseilbahn. Die historische Bahn aus dem Jahre 1870 ist der Touristenmagnet, was die lange Schlange an der Talstation beweist.
 
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Achtung: Die normalen Fahrscheine und Zeitkarten gelten nicht für die Standseilbahn.

Die Einzelfahrt kostet 1.200 HUF, hin und zurück 1.800 HUF.

Die Bahn fährt täglich von 7.30 Uhr bis 22.00 Uhr.
 
Wir haben uns für den Fußweg entschieden. Der Aufstieg dauert nicht lange und ist nicht halb so schwer, wie man von unten vermuten mag.
 
Für den Besuch des Burgviertels solltest du auf jeden Fall genügend Zeit mitbringen.
Das Viertel in Buda ist wunderschön. Hier findest du kleine Gassen, Kopfsteinpflasterstraßen, pastellfarbene Häuser, die historische Matthiaskirche, die mittelalterlich wirkende Fischerbastei, von deren Mauern du einen tollen Blick auf die Donau und das Parlament bekommst und zu guter Letzt den riesigen Königspalast.
 
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Ins Café Ruszwurm einkehren

Das Ruszwurm ist nicht viel größer als ein Wohnzimmer. Es ist gar nicht so einfach einen Platz in dem winzigen Café zu ergattern. Die Budapester lieben das kleine Café im Burgviertel, deswegen wird hier Touristen nicht das Feld überlassen.
 
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Wenn du mit etwas Glück auf der langen grünen Couch Platz genommen hast, sitzt du zwar etwas abschüssig, dafür aber historisch bedeutend.
Ruszwurm ist nämlich die älteste Konditorei in Budapest, datiert zurück bis auf das Jahr 1827. Und das Interieur im Café hat sich seitdem kaum verändert. Die Inneneinrichtung im Biedermeier-Stil steht sogar unter Denkmalschutz.

Bei der Bestellung kannst du an der sehr großen Karte schon mal verzweifeln. Optische Inspiration bietet dem Unentschlossenen die vollgestellte Kuchenauslage in der nostalgischen hölzernen Kuchentheke im Eingangsbereich.

Unser Kuchen-Tipp: die hauseigene Dobostorte. Das Schokomonster besteht aus mehreren Schichten Biskuit, Schokoladencreme sowie einer Karamell-Glasur. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!
 
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Hinkommen:
Szentháromság utca 7; 1014 Budapest

Das Café Ruszwurm findest du im Burgviertel in Buda. Wenn du dir die Fischerbastei ansiehst, bist du praktisch ganz in der Nähe. Nur rund 150 Meter entfernt, kannst du in die Welt der Konditorei Ruszwurm eintreten.
 

Auf den Gellértberg steigen und Budapest von oben anschauen

Der Gellértberg ist der höchste Punkt im Stadtzentrum und durch die „Freiheitsstatue“ auf dem Gipfel weithin sichtbar.

Bei strahlend blauen Himmel machen wir uns an den Aufstieg auf den 235 Meter hohen Berg. Oben angekommen werden wir mit einem atemberaubenden Stadtpanorama belohnt.

Alternativ kannst du auch mit der Buslinie 72 ab dem Platz „Móricz Zsigmond körtér“ (Metro-Station) hoch auf den Gellértberg fahren.

Von dem Plateau auf dem Gipfel hat man einen freien Blick auf Budapest, auf die Donau, das prächtige Parlament am Ufer von Pest, die vielen unscheinbaren Häuser und die Kuppeln der St.-Stephans-Kirche. Auf der anderen Seite ergießt sich Buda auf Hügeln mit seinem Königspalast und der Matthiaskirche.
Ein toller Punkt um eine Ahnung von den vielen verschiedenen Facetten der Stadt zu bekommen.

Um das 17. Jahrhundert herum trug der Gellérthügel übrigens den Namen Blocksberg und war ein angeblicher Treffpunkt für Hexen. 😀
Mehr als 300 Jahre später stehen wir nun hier oben und genießen den Blick auf das uns zu Füßen liegende Budapest.
 
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Auf dem höchsten Punkt des Gellértberges steht die Zitadelle. Auf ihr thront die Freiheitsstatue von Budapest, die von unten so klein und zierlich aussieht und von oben erst ihre wahre Größe zeigt
Die 14 Meter hohe Frauengestalt wurde 1947 aufgestellt. Mit einem Palmzweig als Friedenssymbol in den Händen erinnert sie an das Ende des zweiten Weltkrieges.
 
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Monumentale Architektur erwandern

Im Gegensatz zum ruhigen, fast schon romantischen Burgberg erstreckt sich im Osten das quirlige und flache Pest. Hier pulsiert das Leben.
Aber auch hier gibt es einiges zu sehen. Zwischen Einkaufsmeilen, Kaffeehäusern, Museen und Parks stechen zwei markante Gebäude sofort ins Auge. Zum einen das Parlamentsgebäude, das vor lauter neogotischen Türmchen und Giebeln beinahe schon kitschig wirkt und zum anderen das monumentale Bauwerk der St.-Stephans-Basilika.

Das Parlamentsgebäude ist das Wahrzeichen Budapests. Das mächtige Gebäude am Donauufer ist nicht nur das größte Gebäude Ungarns, sondern auch der Höhepunkt der historischen Architektur Budapests.
Ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt, aber der Architekt hat das Gebäude tatsächlich nach Vorbild des Englischen Houses of Parliament entworfen.

Leider hatten wir vorher keine Tickets reserviert, sodass die Führungen bereits ausgebucht waren. Daher begnügten wir uns mit einer Besichtigung von außen.
 
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Die St.-Stephans-Basilika ist die größte Kirche der Stadt. Die „Basilika“, wie sie von den Budapestern schlicht genannt wird, hat eine ungewöhnlich lange Bauzeit hinter sich. Die Planungen begannen 1846, aber erst 1905 wurde der Bau fertiggestellt.

Der Eintritt in die Basilika ist frei, das Besteigen des Turms kostet jedoch. Aufgrund der Tatsache, dass der Panoramablick vom Burgviertel aus kostenlos ist, verzichten wir auf den Aufstieg.
 
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Einen Moment innehalten am Holocaust-Mahnmal

Eines der wohl bewegendsten Holocaust-Mahnmale steht unterhalb des Parlaments am Donauufer.
Während des zweiten Weltkrieges wurden viele Budapester Juden hinterrücks am Donauufer erschossen, so dass die Leichen ins Wasser fielen und von der Donau fortgetrieben wurden.
Mehrere Dutzend Schuhe aus Gusseisen erinnern an die Männer, Frauen und Kinder, die vor ihrer Erschießung noch ihre Schuhe ausziehen mussten.
 
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Durch die Große Markthalle bummeln

Die Große Markthalle ist Sehenswürdigkeit und Speisekammer zugleich und somit bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Die Halle ist der Treffpunkt des Budapester Alltagslebens, denn viele Budapester bestehen nach wie vor darauf Frischprodukte hier und nicht im Supermarkt zu kaufen.

Wie der Name bereits vermuten lässt, ist die Große Markthalle die größte Markthalle der Stadt, aber auch ein architektonisches Highlight.
In dem pompösen Gebäude, mit der außergewöhnlichen Stahlgerüstkonstruktion, findest du alles was dein Herz begehrt. Im Erdgeschoss werden Obst, Gemüse, Käse, Fleisch und Fisch angeboten. Im oberen Stockwerk locken Souvenirhändler und Imbissbuden vor allem die Touristen an.

Wer wuselige Märkte mag, ist hier genau richtig. Sie gilt übrigens als eine der schönsten überdachten Markthallen in Europa.
 
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Die Große Markthalle befindet sich bei der Metrohaltestelle Fövám tér (M4).

Öffnungszeiten:
Mo: 6.00 – 17.00 Uhr
Di – Fr: 6.00 – 18.00 Uhr
Sa: 6.00 – 15.00 Uhr
Sonntags geschlossen
 

Über die „Champs-Élysées von Budapest“ flanieren

Die Andrássy út im Zentrum der Stadt ist der Prachtboulevard Budapests. Entlang dieser Straße befinden sich das imposante Gebäude der ungarischen Staatsoper (Operaház), mehrgeschossige Wohn- und Geschäftshäuser sowie viele herrschaftliche Villen.
Selbstverständlich ist die Prachtstraße auch ein wichtiger Ort für „Edel-Shopper“. Kein exklusives Designlabel, das hier nicht seine Niederlassung hat.
 
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Durch die Elisabethstadt, das Jüdische Viertel, bummeln

Das Elisabethviertel ist seit Jahrhunderten das Zentrum des Budapester Judentums. In den dunklen Zeiten der europäischen Juden war auch Budapest betroffen. Während des Holocaust diente das Jüdische Viertel als Ghetto, in dem tausende Menschen eingepfercht wurden.

Bis heute lassen sich viele jüdische Spuren in Budapest finden. Von den Restaurants und Läden mit hebräischen Schildern einmal abgesehen, wirken viele der Hinterhöfe des jüdischen Viertels bis heute wie aus der Jahrhundertwende, als hier noch mehrheitlich Juden in den Wohnungen lebten.
Allerdings ist die Bausubstanz inzwischen vielenorts hoffnungslos veraltet, einige einst prachtvolle Gebäude sind akut einsturzgefährdet. Aber es ist auch ein Viertel im Umbruch. Nicht nur, weil die jüdische Kultur zu neuem Leben erwacht ist und in den Straßen Präsenz zeigt. Abseits der inzwischen herausgeputzten großen Straßen entwickelte sich hier in den letzten Jahren eine lebhafte Kulturszene.
 

Die größte Synagoge Europas besuchen

Was wäre ein jüdisches Viertel ohne das wichtigste Identifikationsmerkmal der jüdischen Religion? Hier ist Budapest eine wahre Schatztruhe. Von den 22 Synagogen der Stadt ist die Große Synagoge in der Dohany utca, deshalb auch Dohany-Synagoge genannt, die bedeutendste. Sie ist die größte Synagoge in Europa und die zweitgrößte der Welt. Bis zu 3.000 gläubige Juden finden hier Platz. Ihre Türme sind knapp 50 Meter hoch und die Fassaden reich verziert.
 
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Im Hof der Synagoge steht ein weiteres bewegendes Denkmal für die Opfer des Holocaust. Auf den Blättern einer Trauerweide aus Aluminium sind die Namen der Opfer graviert.
 
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Ungewöhnlich ist auch der Friedhof auf dem Grundstück. Nach jüdischer Vorschrift dürfen Tote nicht neben einem Tempel bestattet werden. Mangels einer Alternative wurden die mehreren Tausend Toten, die bei der Befreiung des Ghettos im Januar 1945 auf den Straßen lagen, jedoch im Hof der Synagoge beigesetzt.
 
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Die Große Synagoge kann unter der Woche besichtigt werden. Selbstverständlich ist sie an Schabbat geschlossen, also von Freitagnachmittag bis Samstag. Die genauen Öffnungszeiten der Großen Synagoge sowie Eintrittspreise und mögliche Touren kannst du hier nachlesen.

Beim Besuch der Synagoge müssen die Schultern bedeckt sein. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen (wer keine dabei hat, bekommt am Eingang eine Leih-Kippa).
 

Eine Kaffeepause machen

Ein Kaffeehaus gehört zu Budapest wie der Biergarten zu München.
Kaffeehäuser haben in Budapest eine lange Tradition.
1912 waren es noch mehr als 300 Kaffeehäuser und Konditoreien. Heute sind es nicht mehr so viele, doch noch immer genug: Budapest ist die Stadt der altehrwürdigen Kaffeehäuser.

Das bekannteste Kaffeehaus heißt Gerbeaud und befindet sich am Vörösmarty Platz.
Hier erwarten dich nicht nur ein verführerischer Kaffeeduft, sondern auch verschiedene ungarischen Kuchenspezialitäten. Wir entscheiden uns für die gefüllten Palatschinken mit Nusscreme, Vanilleeis und Aprikosenpüree. Schmeckt genau so lecker wie es klingt.
 
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In einem Thermalbad entspannen

Budapest ist die einzige Großstadt der Welt, die offiziell als Kurort anerkannt ist. Die historischen Thermalbäder sind weltberühmt.
Wenn du die Gelegenheit und Zeit hast, solltest du dir einen Besuch nicht entgehen lassen. Wir haben es leider an unserem Wochenende nicht geschafft, haben jetzt aber einen Grund um wieder zu kommen. 😃

Das wohl bekannteste Bad ist das Gellért Heilbad im gleichnamigen Hotel, das sich praktischerweise am Fuße des Gellértberges befindet. Das Bad wird durch die Quellen im Inneren des Berges gespeist. Der schöne Jugendstil-Bau öffnete seine Pforten bereits 1918.
 
Ganz wichtig: In Ungarn geht man in Badekleidung in die Sauna!
 

Die ungarischen Spezialitäten probieren

Wohl jedem Ungarnreisenden ist das Gulasch als ungarisches Nationalgericht bekannt.
Aber Ungarn hat noch mehr kulinarische Klassiker, die du auf gar keinen Fall verpassen solltest.

Dazu gehört auf jeden Fall die ungarische Brotspezialität Lángos. Der flache Brotfladen aus Kartoffelteig wird frittiert und meist mit viel Knoblauch, Sauerrahm und Käse gegessen.
 
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Eine weitere Köstlichkeit sind die Kürtöskalàcs. Übersetzt bedeutet der Zungenbrecher „Baumkuchen“. Grundbestandteil ist ein Hefeteig, der über offenem Feuer gebacken und je nach Wunsch mit Schokolade, Zimt, Mandeln oder Nüssen versehen wird. Süß und sehr lecker!

Du findest überall Straßenstände, wo du Kürtőskalács probieren kannst.
 
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Andere Spezialitäten wie Paprika, Salami oder Palatschinken sind ebenfalls weit über die Grenzen von Ungarn bekannt und müssen wir hier nicht besonders erwähnen, oder?
 

Gefühlte hundertmal die Kettenbrücke überqueren

Was die Karlsbrücke für Prag, ist die Kettenbrücke für Budapest.

Die Kettenbrücke ist das Wahrzeichen von Budapest. Die älteste Brücke der Stadt wurde 1846 eingeweiht und war damit die erste und für lange Zeit auch die einzige feste Querungsmöglichkeit der Donau zwischen Wien und dem Schwarzen Meer.

Keine Ahnung wie oft wir in zwei Tagen die Kettenbrücke, von Buda nach Pest und wieder zurück, überquert haben. Aber egal ob am frühen Morgen, mittags oder während der Blauen Stunde – die Brücke fasziniert immer wieder. Für uns definitiv eines der schönsten Bauwerke der Stadt. Wenn etwas Pflicht sein sollte, dann ein Gang über die Kettenbrücke.

Aber auch die anderen Brücken lohnen eine Überquerung.
 
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Auf die Details achten

Die Stadt wirkt wie ein großes Freilichtmuseum: liebevoll restaurierte Jugendstilfassaden, kunstvolle Fenster- und Türeneinfassungen und viele kleine Details.
 
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Neben prächtig renovierten Häusern wirst du immer wieder einsturzgefährdete Bauten entdecken. Manche Gebäude sind in so einem schlechten Zustand, dass du beim Vorbeigehen ganz vorsichtig auftrittst, aus Furcht sie könnten einstürzen.

Warum werden diese Fassaden nicht renoviert? Die Antwort liegt wohl in einer komplizierten Eigentümerstruktur begründet.
 
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Ein echter Hingucker im Budapester Stadtbild sind die bunten Dächer vieler Gebäude. Die Dachziegel sind mit Pyrogranit glasiert, einem sehr beständigen und farbenfrohen Material.
 
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U-Bahn fahren

Auch wenn deine Unterkunft zentral liegt, eine Fahrt mit der U-Bahn solltest du dir nicht entgehen lassen.
Die Infrastruktur ist zwar teilweise ein wenig veraltet, aber wusstest du, dass die unter der Andrássy út verlaufende Földalatti („Unterirdische“, gelbe U-Bahn Linie 1) 1896 als erste U-Bahn auf dem europäischen Festland in Betrieb genommen wurde und damit nach der London Underground die zweitälteste U-Bahn der Welt ist?

Interessant ist, dass an den größeren U-Bahn-Stationen die Tickets nach wie vor „von Hand“ kontrolliert werden. Es empfiehlt sich, das Ticket immer griffbereit aufzubewahren.
 

In die „Ruinenbars“ eintauchen

Budapest hat nicht nur im Bereich Sightseeing, Kulinarik und Badevergnügen etwas zu bieten, sondern kann auch beim Thema Nachtleben locker mit anderen europäischen Großstädten mithalten.

Sehr bekannt sind die sogenannten Ruin Pubs im ehemaligen Judenviertel, wo alte leerstehende Gebäude zu hippen Bars umfunktioniert wurden.
Die Atmosphäre erinnert ein wenig an den Underground-Chic Londons, besticht aber durch deutlich günstigere Getränkepreise und ein wirklich einzigartiges Flair.

Wir landen im Szimpla Kert, was wohl die bekannteste Ruinenbar ist.
Es ist noch nicht viel los, denn es ist noch früh am Abend. Das Haus ist ein einziges Vintage-Kunstwerk: Die Wände sind bunt beschmiert, überall leuchten bunte Lichterketten und Stehlampen, die Einrichtung ist bunt zusammengewürfelt und besteht aus alten Möbeln verschiedener Stilrichtungen. In jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Leider können wir nicht lange bleiben und auch nicht weiter zur nächsten Bar ziehen, im Hotel wartet unser Abendessen.
 
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Zur richtigen Zeit in Budapest sein

Budapest hat zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten: Ob Straßenfeste, kulinarische Festivals, Märkte, Kunst, Kultur oder sonstige Veranstaltungen – in Budapest hast du die Qual der Wahl!
Um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, findest du hier einen Veranstaltungskalender in englischer Sprache.

Wir waren im Rahmen des Sweet Days Festivals nach Budapest eingeladen und haben uns zwei Tage durch die süßen Spezialitäten gefuttert. Dabei sind die süßen Tage mehr als ein „Schoko-Festival“. Denn neben der Präsentation der Süßigkeiten bieten die Veranstalter auch ein buntes Programm für Groß und Klein.

Was sich genau hinter dem Sweet Days Festival verbirgt und wie es uns gefallen hat, erzählen wir schon bald hier.
 
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Wichtige Tipps und Informationen:

 

Anreise:

Viele Wege führen nach Budapest.

Da wir nur das Wochenende zur Verfügung hatten, haben wir uns für die schnellste und bequemste Variante entschieden. Wir sind mit Eurowings in knapp 2 Stunden von Düsseldorf nach Budapest geflogen.
Die Flugzeiten waren für einen Wochenendtrip ziemlich günstig. Abflug war am frühen Freitagabend und Rückflug am späten Sonntagabend.

Direktflüge nach Budapest gibt es in Deutschland ab Stuttgart, Berlin, Köln, Düsseldorf, München, Frankfurt und Dortmund.

Alternativ kannst du auch mit einem Nachtzug über Wien anreisen. Wien ist aus vielen Städten Europas direkt erreichbar. Die Züge Wien – Budapest fahren im 3-Stundentakt.
 

Einreise:

Da Ungarn Mitglied der EU ist, gibt es keine speziellen oder ungewöhnlichen Regelungen hinsichtlich Visa, Zoll und Anmeldeformalitäten. Für die Einreise reicht der Personalausweis oder Reisepass.
 

So kommst du vom Flughafen in die Stadt

Der internationale Flughafen Budapest Lizst Ferenc liegt ca. 16 Kilometer außerhalb der Stadt.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Stadtzentrum zu erreichen. Die schnellste und zugleich teuerste Variante ist das Taxi. Wir haben uns für den öffentlichen Nahverkehr entschieden. Auch damit kommst du schnell und vor allem günstig ins Zentrum.

Mit dem Schnellbus 200E ab Terminal 2 fährst du in ca. 25 Minuten zur U-Bahn-Station Köbanya-Kispest. Hier musst du in die blaue Metrolinie 3 umsteigen, diese führt direkt ins Stadtzentrum (je nach Lage des Hotels).

Fahrkarten kannst du am Zeitungskiosk im Flughafenterminal oder am Automaten an der Haltestelle kaufen. Im Bus gibt es keine Fahrscheine.

Die einfache Fahrt in die Stadt („Einzelfahrkarte mit umsteigen“) kostet 530 HUF. Alternativ gibt es 24- und 72-Stunden-Tickets, mit denen du im genannten Zeitraum sämtliche Verkehrsmittel der Stadt nutzen kannst.

Achtung: Mit einem „Einzelfahrschein“ darfst du nicht umsteigen. Vor dem Einsteigen in die U-Bahn musst du einen neuen Fahrschein entwerten.
 

Budapest: Von wo aus erkunden?

Du fragst dich, welcher Ort uns als Basis für unsere Erkundungen in Budapest diente?
Wir haben im Marriott Hotel Budapest übernachtet, das mitten im Zentrum am Ufer der Donau liegt. Mehr über unseren Aufenthalt dort, erzählen wir hier.
 

Fortbewegen in Budapest:

Auch wenn Budapest insgesamt ziemlich groß ist, die Entfernungen in der Innenstadt, wo sich auch die meisten Sehenswürdigkeiten befinden, kannst du problemlos zu Fuß bewältigen.
Mit durchschnittlicher Kondition und guten Schuhwerk sollte dies kein Problem sein. Wenn du nicht so viel laufen magst, dann kannst du bequem auf den öffentlichen Nahverkehr ausweichen. Die Budapester Verkehrsbetriebe betreiben ein ausgedehntes und wunderbar engmaschiges Netz aus U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen, mit denen du die Stadt hervorragend erkunden kannst.
Alle Linien verkehren tagsüber alle paar Minuten, auch abends und am Wochenende musst du nie länger als 10 Minuten warten.
 
Ein Einzelfahrschein kostet 350 Forint, ein 24-Stunden-Tiket kostet 1.650 Forint und das 72-Stunden-Tiket bekommst du für 4.150 Forint. (Stand Oktober 2016)

Fahrkarten gibt es an allen Bahnhöfen, Kiosken und bei der Touristeninformation. Die Automaten nehmen Forint sowie Kreditkarten.

In den Fahrzeugen können keine Fahrscheine gekauft werden!
 

Geld und Währung

Budapest ist zwar in der EU, hat aber noch seine eigene Währung. Hier bezahlst du mit Forint. 1 Euro sind ungefähr 306 Forint (HUF).
Da es an jeder Ecke Bankautomaten gibt, musst du vor deiner Reise kein Geld wechseln. Das spart dir Gebühren. Lege dir am besten eine Kreditkarte zu, die nichts kostet und mit der du an Bankautomaten Bargeld in Landeswährung abheben kannst, ohne dafür Gebühren bezahlen zu müssen.
 
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Das we2ontour-Fazit:

Budapest ist alt und neu, prunkvoll und abgewrackt, höchst kulturell und alternativ zugleich.

Budapest ist eine Mischung aus Paris und Wien, Istanbul und Amsterdam und gleichzeitig ganz anders. Hier trifft zusammen, was nicht zusammenpasst. Die vielen Überraschungen bilden ein chaotisch prächtiges Gesamtbild, das man gerne mit nach Hause trägt.
 
Fakt ist: 2 Tage in Budapest sind zu kurz!
 

Was wir nächstes Mal gern machen würden:
  • Im Sommer wiederkommen und bei Sonnenuntergang und gemeinsam mit halb Budapest auf der Freiheitsbrücke sitzen und ungarischen Wein trinken.
  • Auf einer Free Walking Tour durch die Elisabethstadt mehr zu dem ehemals jüdischem Viertel, seiner Geschichte und seinen Sehenswürdigkeiten erfahren.
  • In einem der zahlreichen Thermalbäder entspannen.
  • Einen Abend in den Ruinenbars anhängen und von Bar zu Bar ziehen.
  • Eine Bootsfahrt auf der Donau machen, am liebsten am Abend, wenn die herrschaftlichen und pompösen Gebäude von tausenden Lichtern erleuchtet werden.

 
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Auch wenn Budapest noch im Dornröschenschlaf schlummert und in den Augen Europas weitestgehend verborgen bleibt, uns hat die Stadt umgehauen und mit aller Macht in ihren Bann gezogen!
 
Wenn du noch eine Inspirationen für einen Städtetrip suchst: Fahr nach Budapest!
 
Wir werden wiederkommen.

„ Viszlát!!“ Auf Wiedersehen!
 
 
Warst du schon einmal in Budapest? Was hat dir besonders gut gefallen? Hast du weitere Tipps?
Wir freuen uns auf deinen Kommentar!
 
 
Einen herzlichen Dank an DigitasLBi für die Einladung nach Budapest.
 
 

geschrieben von
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